AGW 14-18 · Milex · Tavannes

Forum : Uniformen/Waffen/Ausrüstung (1914-18)


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Sanitäter-Uniform 1. Weltkrieg - Rang?
Abgesandt von Lena am 21.10.2019 - 19:17:

Ein herzliches Hallo an die Fachleute hier im Forum!
Ich versuche mehr über meine Urgroßeltern zu erfahren. Da leider die Standesamtunterlagen aus Schlesien (Bernstadt, Kreis Oels) den Krieg nicht überstanden haben, hoffe ich, über die Uniform meines Uropas einen neuen Ansatz zu bekommen. Könnt ihr mir dazu mehr sagen? Laut einer Notiz meines Opas war sein Vater Sanitätsoffizier im 1. Weltkrieg.
Schon einmal vielen Dank für die Hilfe!


 

Antwort von Jan Vancoillie am 21.10.2019 - 19:23
Hallo,

Das ist eine Uniform der Freiwilligen Krankenpflege, und diese gehörte eigentlich nicht zum Militär.

Grüße,
Jan Vancoillie

Antwort von Lena am 21.10.2019 - 19:46
Vielen Dank. Wissen Sie, was das Abzeichen auf dem Ärmel zu bedeuten hat bzw. über wen diese freiwillige Krankenpflege organisiert war?
Ich habe ein weiteres Bild gefunden, das vermutlich meinen Urgroßvater zeigt (1. Reihe, ganz links). Das sieht schon eher nach Militär aus, oder?


 

Antwort von Andreas am 22.10.2019 - 03:51
Hallo Lena!
Die drei Winkel zeigen einen Zugführer.
Das andere Bild ist Militär. Man sieht 5.Kp. auf dem Schild und Kragenlitzen. D.h. wir haben eine Garde-Einheit.
Gruß, Andreas


 

Antwort von Klaus am 22.10.2019 - 08:50
Hallo,
das erste Bild scheint älter zu sein, als das nachfolgende.
Jedenfalls, wenn es sich um die gleichen Personen handelt.
Oder was meint ihr ?
Dann also vielleicht aus der Zeit nach 1918.

Wenn auf dem militärischen Bild die Person unten links gemeint ist, könnte dieser Sanitätshundeführer gewesen sein.
Der Wau-Wau weist darauf hin, oder was meint ihr ?

Gruß, Klaus

Antwort von Lena am 22.10.2019 - 11:18
Wow, ich bin total begeistert, was hier alles für Informationen kommen. Vielen, vielen Dank dafür! :) Meint ihr, es können aus den Hinweisen Rückschlüsse auf das Regiment (oder wie auch immer das heißen mag) gezogen werden? Denn dann könnte ich vielleicht auch ohne das Geburtsdatum Erfolg mit einer WASt-Anfrage haben. Das zweite Bild ist mit Feldpost 1918 betitelt.
Noch einmal vielen Dank – ich hoffe, ich gehe hier keinem auf die Nerven mit meinen vielen Fragen...

Antwort von Jan Vancoillie am 22.10.2019 - 11:22
Hallo? Natürlich sind die Infos auf der Rückseite relevant. Damit kann möglich alles klar werden.
Ich verstehe nicht warum Leute hier Fragen stellen und nur die Hälfte der verfügbaren Infos mitteilen.

Antwort von Lena am 22.10.2019 - 11:30
Ich habe das zweite Bild erst gestern per Mail erhalten (Internetfund) und musste auch erst einmal nachfragen. Ansonsten habe ich alles was ich weiß in den Post geschrieben. Ich verstehe ehrlich gesagt diese Brachialkritik nicht so ganz?

Antwort von Jan Vancoillie am 22.10.2019 - 11:38
Hallo,

Es ist wichtig um so viel wie möglich Infos zu haben um etwas erklären zu können. Deswegen soll man immer sofort alle mögliche Infos besorgen. Sonst verlieren wir viel Zeit um etwas herauszufinden was eigentlich schon hinten auf der Karte steht.

Übrigens verstehe ich aus Ihren Aussagen dass das 2. Bild möglich nichts mit Ihrem Verwandten zu tun hat. Das wäre auch logisch. Der Mann auf der 2. Karte hat eine normale Armee-Uniform, sogar auch ohne Rotes Kreuz-Armbinde.

Grüße,
Jan Vancoillie

Antwort von Lena am 22.10.2019 - 11:48
Das zweite Bild stammt von einer Internetseite über Bernstadt, Kreis Oels (Schlesien) und wurde vom Seitenbetreiber mit "Feldpost 1918" markiert. Ich habe dieses Bild wie gesagt erst gestern bekommen. Aus meiner Sicht ist auf beiden Bildern die gleiche Person zu sehen.
Weitere Informationen habe ich nicht – und bis gestern hatte ich auch nur das erste Bild sowie die Namen und die Notit meines Großvaters, dass sein Vater Sanitätsoffizier im 1. Weltkrieg gewesen sei. Was ich ja im Eingangspost auch geschrieben habe.
Da alle Verwandten mütterlicherseits, inkl. meiner Mutter, tot sind, kann ich nicht mehr Informationen bekommen. Und dass ich dieses Bild aus dem Internet zugespielt bekomme, NACHDEM ich diesen Post hier erstellt habe – damit konnte ich nun wirklichnicht rechnen, oder?

Antwort von Andreas am 22.10.2019 - 16:33
Hallo Lena!
Alles kein Problem. Stell nur bitte beide Rückseiten ein, dann kommen wir vielleicht weiter.
Gruß, Andreas

Antwort von Lena am 22.10.2019 - 16:52
Hallo Andreas,
das ist ein Missverständnis: Es gibt keine Rückseiten. Bild 1 ist in meinem Besitz, hat aber leider keine Beschriftung auf der Rückseite. Es gibt lediglich eine (extra) Notiz, in der mein Opa schreibt, dass das auf dem Bild seine Eltern sind, sein Vater Sanitätsoffizier im 1. Weltkrieg war (wie eingangs erwähnt) und er selbst deutscher Staatsbürger sei.
Bild 2 ist ein Internetfund, das vom Betreiber einer Webseite über Bernstadt (Schlesien) online gestellt und mit dem Dateinamen "Feldpost 1918" versehen wurde. Ich versuche aktuell den Betreiber zu kontaktieren.
Ich hoffe, nun ist es klarer.

Antwort von Andreas am 23.10.2019 - 16:19
Dann wird´s schwer...
Wie hieß der San.Offz. denn?
Gruß, Andreas

Antwort von Lena am 23.10.2019 - 16:36
Hallo Andreas,

mein Urgroßvater hieß Paul Thiele. Geburtsdatum und -ort habe ich leider keinen. Die Familie hat zumindest bei der Geburt meines Großvaters in Bernstadt, Kreis Oels (Schlesien) gelebt. Auf allen Dokumenten (Sterbeurkunde, Heiratsurkunde) die ich zu meinem Opa anfordern konnte, sind leider außer den Namen keine weiteren Daten zu meinen Urgroßeltern zu finden. Deshalb meine Hoffung, vielleicht etwas über die Einheit herauszufinden, in der er gedient hat.
Der Inhaber der Internetseite, von der das zweite Bild stammt, hat mir geantwortet. Er konnte mir aktuell lediglich mitteilen, dass es sich um eine Feldpostkarte aus Frankreich von 1918 handelt.
Viele Grüße
Lena

Antwort von Andreas am 23.10.2019 - 17:01
Hallo Lena!
Ich habe zwei Ärzte mit Namen Thiele gefunden (leider habe ich keine Nachnamen)
Das sind aber schon recht hohe Tiere...
Stabsarzt Dr. Thiele, entlassen als Generaloberarzt a.D. Er war im Kriege beim Inf.Rgt.53 aus Köln
und
Arzt Thiele, entlassen als Oberarzt a.D. beim Inf.Rgt.24 aus Neuruppin.
Da muß Dein Thiele aber nicht bei sein. Es kann auch sein, daß er erst im Kriege eingezogen wurde, dann habe ich ihn nicht in der Liste (Ehrenrangliste). Die beiden oben waren bereits vor dem Krieg 1914 Militärangehörige.
Gruß, Andreas

Antwort von Andreas am 23.10.2019 - 17:03
Ich meinte natürlich Vornamen... Tschuldigung...

Antwort von Lena am 23.10.2019 - 17:30
Vielen Dank für deine Mühe! Ich glaube nicht, dass er Arzt war – das wäre vermutlich in der Familie "mündlich überliefert" worden... :)
Weisst du, ob es eine Liste mit Sanitätshundeführern gibt bzw. eine Liste, an welche Einheiten die Hunde gingen? Vielleicht wäre das ja ein Ansatz...
LG
Lena

Antwort von Andreas am 23.10.2019 - 17:48
Ist ein Sanitätsoffizier nicht immer Arzt?

Antwort von Jan Vancoillie am 23.10.2019 - 17:54
Hallo,

Er war nicht Offizier, er war bei der freiwilligen Krankenpflege, also Krankenpfleger oder so.

Sowie ich auch verstehe, ist es überhaupt nicht sicher ob das 2. Bild irgendwas mit dem Mann zu tun hat. Es ist eine völlig andere Uniform. Bei der Millionen von Feldpostkarten ist es sehr unwahrscheinlich dass der Mann auf der 2. Karte tatsächlich Ihr Verwandter ist.

Grüße,
Jan Vancoillie

Antwort von Lena am 23.10.2019 - 19:28
@ Jan Vancoillie
1. 1863 wurde in Baden-Württemberg die erste Rotkreuz-Gesellschaft gegründet. Die freiwilligen Krankenpflegevereine bzw. Rotkreuz-Gemeinschaften sind also deutlich älter als der 1. Weltkrieg. Mein Großvater wurde 1904 geboren. Es ist also durchaus denkbar, dass die Mitgliedschaft meines Urgroßvaters in einem freiwliigen Krankenpflegeverein nichts mit seinem Kriegsdienst zu tun hat.
2. Ich habe mittlerweile Nachricht vom Betreiber der Internetseite, von der das zweite Bild stammt. Zitat aus der Email desjenigen, der ihm das Bild geschickt hat: "Zur Erinnerung an den Ausbruch des I. WK vor 100 Jahren, an dem viele unserer Vorfahren teilnehmen mussten, sende ich Ihnen eine Feldpostkarte aus Frankreich. Diese Karte schickte 1918 mein Großvater, der Fleischermeister Gustav Ripke in Waldenburg (* Briese 1881 + Mindelheim 1953), von der Front (auf dem Bild in der Mitte mit der hellen Jacke) an seinen Vater Fleischermeister Karl Ripke in Briese. Ich denke, der Text ist noch lesbar: Liebe Eltern! Sende Euch die besten Grüße aus Feindesland, wie geht es Euch noch ...
Vielleicht ist dies ein Beitrag zur Geschichte von Briese."
Zur Info: Briese gehörte zum Kreis Oels. Mein Großvater wurde in Bernstadt, Kreis Oels geboren. Und wenn Sie sich die Mühe machen würden, die beiden Bilder zu vergleichen, würde Ihnen mit Sicherheit die frappierende Ähnlichkeit auffallen.

@Andreas: Vermutlich. Wahrscheinlich ist, dass mein Opa es selbst nicht genau wusste.

Antwort von Jan Vancoillie am 23.10.2019 - 19:31
Hallo,

Es geht also um 2 verschiedene Personen. Das erklärt schon einiges...

Feldpoststempel und so sollten Einheit und mehr über Gustav Ripke deutlich machen.

Grüße,
Jan Vancoillie

Antwort von Lena am 23.10.2019 - 19:34
Nein, geht es nicht. Aber ich gebe es auf, es zu erklären.
Trotzdem danke an alle.

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