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Forum : Einheiten (1914-18)


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Wer kann bei einer Erkennungsmarke helfen?
Abgesandt von KRZ am 17.01.2021 - 21:54:

Hallo zusammen,
ein frohes neues Jahr darf man ja noch wünschen.
Ich habe mit diesem sehr interessanten Geschichtsgebiet normalerweise nichts zu tun aber jetzt Mal eine Frage.
Wir haben beim Pilze sammeln im Wald eine Erkennungsmarke gefunden. Diese war in 3 Teile zerbrochen und diese lagen nebeneinander in der Nähe eines schönen Steinpilz.
Da ich den Namen Bendorf und die Straße lesen konnte und das bei uns in der Nähe ist habe ich mir überlegt sie den Nachkommen zu übergeben.
Leider kann man den Namen nicht mehr lesen.
Kann man anhand der militärischen Gravur herausfinden welche Einheit oder ähnliches es war?
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Grüße
P.S. ich hänge ein Foto der Marke mit an meinen Eintrag.


 

Antwort von Frank Lehmann am 18.01.2021 - 10:09
Hallo KRZ,

natürlich kann man dir helfen - Kontakdaten siehe hier:

Bundesarchiv

Abteilung personenbezogene Auskünfte

zum Ersten und Zweiten Weltkrieg

Eichborndamm 179, 13403 Berlin (Reinickendorf)

Telefon: +49 (0)30 41904-440

Telefax: +49 (0)30 41904-100

E-Mail: poststelle-pa@bundesarchiv.de

Internet: www.bundesarchiv.de

Grüße Frank
PS. Wusste gar nicht, dass man im Januar noch Steinpilze finden kann.

Antwort von KRZ am 18.01.2021 - 11:21
Hallo, nein, wir haben die Marke vor ein paar Monaten gefunden wo es noch Pilze gab. Erst ist sie in Vergessenheit geraten und dann
habe ich sie gereinigt und selbst versucht zu recherchieren, kam aber zu keinem Ergebnis.
Schickt man die Marke direkt dahin oder erst einmal anschreiben?
Danke für Ihre Hilfe.

Antwort von Frank Lehmann am 18.01.2021 - 11:37
Hallo KRZ,

ein Vorname wäre für die Anrede sicher besser geeignet. Ich würde das Bundesarchiv per Mail anschreiben und das Foto anhängen.

Warum du - zumindest von mir - keine Auskunft zur Beschriftung der Marke bekommst, wirst du sicher verstehen, wenn du mal unter:
...illegaler Handel mit Erkennungsmarken...
ein wenig im Netz googelst.

Viele Grüße Frank

Antwort von KRZ am 18.01.2021 - 12:37
Hallo Frank,
Mein Name ist Rüdiger, ich möchte mich daran nicht bereichern, sondern Sie zurück geben.
Ich habe direkt nach Deiner Nachricht eine Mail an das Bundesarchiv gesendet und hoffe auf Antwort, damit die Marke ihrer rechtmäßigen Aufgabe nachkommt.
Mir liegt es fern damit zu handeln oder was illegales zu machen.
Grüße Rüdiger

Antwort von Frank Lehmann am 18.01.2021 - 13:05
Hallo Rüdiger,
es steht mir nicht zu dir irgendwelche finanzielle Interessen zu unterstellen.

Wenn du dich etwas tiefer mit der Thematik EM befasst, wirst du sicher besser verstehen, warum man zu EM aus Bodenfunden keine Auskünfte geben sollte. Informationen dazu finden sich reichlich im Netz.

Mit deiner Mail an das Bundesarchiv hast du alles richtig gemacht. Allerdings würde es mich sehr wundern, wenn du zur Beschriftung der EM eine Auskunft bekommst.

Wenn du möchtest, kannst du uns ja von der Antwort berichten. Bis dahin - bleib gesund.

Viele Grüße Frank

Antwort von KRZ am 18.01.2021 - 14:28
Hallo Frank,
ich habe den Damen und Herren geschrieben, dass ich sie gerne abgeben möchte und was ich machen muss.
Hoffe das sie mir eine Antwort schicken.
Ich hatte eben noch etwas gelesen wo es einen Verein gibt der sich darum kümmert.
Kann man dort die EM auch hinsenden?
Grüße

Antwort von Frank Lehmann am 18.01.2021 - 16:54
Hallo Rüdiger,

"Verein" für was ??? Die einzige offizielle Stelle, welche die EM aufklären und ggf. Angehörige benachrichtigen kann und wird, ist die genannte Abteilung beim Bundesarchiv (ehemals Deutsche Dienststelle).

Hab bitte etwas Geduld. Behörden sind nicht die "Schnellsten". Und nun noch mit Corona.....

Viele Grüße Frank

Antwort von nemo am 19.01.2021 - 12:20
Hallo KRZ,
es handelt sich um eine deutsche Erkennungsmarke aus dem Ersten Weltkrieg. Keine Ahnung wo Du die gefunden hast. Aber auf dem Boden der heutigen Bundesrepublik wurden jedenfalls keine Kämpfe im WK1 ausgetragen und damit keine Toten irgendwo eilig unbekannt verscharrt. Ohne Grab und Leichnam ist die Marke ohnehin völlig wertlos. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben hunderttausende Menschen alles vergraben oder in den Wald geworfen was irgendwie nach Militär aussah um nicht den Repressalien der Siegermächte ausgesetzt zu werden.
Es würde mich schon sehr wundern, wenn irgend jemand ein Interesse an der Marke hätte. Nach meiner Kenntnis werden Anfragen zu Fundmarken an die oben von Frank genannte Stellen ohnehin nicht bearbeitet.
Eine Entschlüsselung der Daten ist bei der unscharfen Aufnahme leider nur schwer möglich.
Gruß
Nemo

Antwort von KRZ am 19.01.2021 - 12:31
Hallo Nemo,
Danke für Deine Antwort.
Ich habe mich wie gesagt gestern per Mail nach Berlin gewendet und auch telefoniert.
Der Herr sagte das es auf Grund des Fundortes interessant sei und ich die schriftliche Antwort abwarten soll.
Wenn eine negative Antwort kommen sollte, werde ich noch einmal schärfere Bilder einstellen.
Grüße

Antwort von Laurent SCHNEIDER am 30.01.2021 - 14:29
Hallo,

Bis Sie eine Antwort erhalten, kann ich Folgendes über das sagen, was ich in Ihrer EM gelesen habe.
Es gelang mir, die Einheit zu lesen: Rekruten-Depot der Ersatz Bataillon der Fußartillerie Regiment Nr.7.
Es handelt sich also um eine Garnisonseinheit, die sich in Köln befand.
Es wäre interessant zu sehen, ob sich hinter dieser Tafel Inschriften befinden, denn als die Soldaten an der Front ankamen, war ihre zugewiesene Einheit darauf eingraviert.
Wir raten “…ndorf”, dann die Straße und die Hausnummer. Rechts auch das Geburtsdatum: Es sieht aus wie 99. Er wurde 1899 geboren.
Die EM ist vom Modell von 1917. Dieses EM wurde also Ende 1917 oder 1918 angeschlagen, was dem Geburtsdatum entspricht.
Meiner Meinung nach :
Es ist eine EM, die von einem Soldaten verloren wurde, der noch in Deutschland stationiert war, möglicherweise bei einer Übung, bevor er an die Front ging.

Wie auch immer, wenn Sie mehr finden, bin ich interessiert.

Laurent

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