AGW 14-18 · Milex · Tavannes

Forum : Westfront (1914-18)


 Gemeinsames Forum der Interessen- und Arbeitsgemeinschaft Weltkrieg 14-18 (AGW 14-18), der Homepage Lexikon des 1. Weltkriegs und der  Homepage Tavannes.
Hier gehts zur Forenübersicht und zur Suche.

Neue Frage - Mailbenachrichtigung - Hilfe - Regeln - Zur Hauptseite - Neues im Forum


24cm SK Bett. Gesch. im bois de St Hilaire
Abgesandt von Uschen am 28.03.2018 - 08:51:

bonjour à tous - Hallo
Wir suchen die genaue Einheit (F.A) die diese Kanone betätigt hatte. Unterlage und Bilder auf dem franz. forum :
Hier klicken
Alle Nachrichten willkommen.

Antwort von Deisterjäger am 28.03.2018 - 09:26
Moin Uschen,

leider kann ich dazu nichts beitragen, aber ich wollte mich für das zeigen bedanken. Das waren ja schon mächtige "Dinger" diese 24cm Geschosse und die haben bestimmt viel Unheil angerichtet.
Nochmals Danke fürs zeiegn diese Forumsberichtes.
Gruss vom Deisterrand
Harald

Antwort von Frank Lehmann am 28.03.2018 - 11:52
Hallo Uschen, hallo Harald,

die genaue Einheit der 24cm SKL konnte ich bisher auch nicht ermitteln. Dürfte auch schwierig werden.

Diese schweren Geschütze unterstanden in der Regel der Verfügung der Obersten Heeresleitung, welche über den Ort und Zeitpunkt des Einsatzes entschied.

Das Personal könnte vom Fußart. Batl. 5000 gestellt worden sein. Einer "Sonderformation" aus Marineartilleristen, welche bereits mit der Bedienung dieser schweren Geschütze vertraut waren. Ist aber nur eine Vermutung.

Zur schweren Artillerie habe ich hier noch eine interessante französische Seite.
Hier klicken

Und für dich Harald noch ein Foto in Sachen "mächtige Dinger". Wie du siehst, es geht noch größer. Im Wirkungsbereich dieser Granate möchte
wohl niemand sein.

Viele Grüße Frank


 

Antwort von Ruhrpottpreuße am 28.03.2018 - 16:43
Hallo!
Die 5000er hatten damit nichts zu tun. Das waren die Jungs,die die Paris-Geschütze bedienten.
Welche Einheit jetzt genau dort stand, weiß ich auch nicht, aber hier mal die Batterien, die mit einer 24 cm /L40 ausgestattet waren:
Fußartillerie-Batterie: 1000-1013, 1016-1024
Gruß, Andreas

Antwort von Deisterjäger am 28.03.2018 - 16:54
Hallo Frank,

danke für das Bild. ja das war mir bekannt das die 24er nicht die größten waren. Es kam ja auch immer drauf an für welchen Zweck/Einsatz die Dinger gebraucht wurden.

Gruss vom Deisterrand
harald

Antwort von Uschen am 28.03.2018 - 18:11
bonsoir
Merci an Alle und Ruhrpottpreusse.
Wird noch schwierig werden etwas dazu erfahren.
Gruss.

Antwort von Ruhrpottpreuße am 28.03.2018 - 18:25
Hallo!
Ich habe auch noch keine genauen Zuordnungen gefunden. Wäre aber hochspannend!
Das Bild von Frank teigt übrigens eine 380mm L/45, genannt "Max". Davon gab es nur ein Geschütz und wurde von der sächsischen Batterie 1015 bedient.
Gruß, Andreas

Antwort von Oliver am 29.03.2018 - 09:35
Moin Andreas,
was meinst Du mit nur 1 Geschütz?
Gruß, Oliver

Antwort von Ruhrpottpreuße am 29.03.2018 - 16:23
Hallo Oliver!
Nunja... 1 Geschütz bedeutet, daß es von diesem Kaliber/Typ (380mm L/45) nur ein einziges gab.
Gruß, Andreas

Antwort von Oliver am 29.03.2018 - 16:48
Moin Andreas,
ich bin verwundert. 16 38cm Geschütze standen Frankreich.
Hier klicken
Oder geht es einzig und allein um den Typen L45?
Gruß, Oliver.

Antwort von Ruhrpottpreuße am 29.03.2018 - 16:56
Hallo Oliver!
Tschuldigung. Ich hatte mich nicht richtig ausgedrückt. Es gab mehrere 38cm L/45, aber nur eine, die auf dieser Drehscheibenbettung verbaut war. Duie anderen wurden von der Eisenbahn abgesetzt, hatten also auch keinen Seitenrichtbereich, während die der Batterie 1015 einen Seitenrichtbereich von 360° hatte.
Gruß, Andreas

Antwort von Oliver am 29.03.2018 - 19:11
Ah, verstanden.Ich stand nämlich schon im mehreren Bettungen und war gerade verwundert;)
Grüße!

Antwort von T. Ehret am 30.03.2018 - 10:24
Hallo,
Zu der Frage : eine der ersten mit 24 cm Marine-Kanone bewaffneten Batterien war die bay. Fuße.Batt. 375, ab September 1916.
Gruß,
T. Ehret

Antwort von Frank Lehmann am 30.03.2018 - 14:23
Hallo,

es wäre sicher sinnvoll, wenn wir die im Bereich der Geschützstellung eingesetzten deutschen Einheiten ermitteln könnten. Möglicherweise findet sich dabei nebenbei eine Möglicheit die Einheit der Geschützbedienung festzustellen.

In dem von Uschen verlinkten Forumsbeitrag findet sich mehrfach der Ort Roeux in Nordfrankreich.
Liegt ca. 10 - 12 km östlich von Arras.

Vermutlich wurde das Geschütz bei den schweren Kämpfen um Arras eingesetzt. Wenn wir jetzt noch das Zeitfenster der Schlachten um Arras berücksichtigen, grenzt das unsere Suche etwas ein.

Als "eine" dort eingesetzte Einheit fällt mir auf die "Schnelle" IR 360 ein.

Viele Grüße Frank

Antwort von Ruhrpottpreuße am 31.03.2018 - 15:50
Hallo!
Ich habe leider nur die Zuordnung der von mir o.g. Batterien von 1918
1000: 5.Armee
1001: 18.Armee
1002: 4.Armee, dann 17.Armee
1003: 4.Armee
1004: 5.Armee
1006: 1.Armee
1007: 6.Armee
1008 (bayer.): Armee-Abt.B
1009 (bayer.): Armee-Abt.B
1010: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht
1011: 6.Armee
1012: 17.Armee
1013: Heeresgrupope Dt. kronprinz
1016: 4.Armee
1017: 2.Armee
1018: 17.Armee
1019: 17.Armee
1020 (bayer.): 18.Armee
1021: 18.Armee
1022: 17.Armee
1023: Heeresgruppe Dt. Kronprinz
1024: 5.Armee

"Möglicherweise findet sich dabei nebenbei eine Möglicheit die Einheit der Geschützbedienung festzustellen."
Die Einheit war jeweils die Fußartillerie-Batterie der entprechenden Nummer. Wir müßten wissen, für welchen Zeitraum Du suchst.
Vermutlich wurden die Batterien aber auch innerhalb der Armeen verschoben.
Gruß, Andreas

Antwort von Frank Lehmann am 31.03.2018 - 20:55
Hallo Zusammen, Hallo Andreas,

stimmt, der Zeitraum in welchem das Geschütz im Raum "Bois de St Hilaire" gestanden haben soll wäre unbedingt wichtig.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht stand im Frühjahr 1917 im Raum vor Arras und damit in der Nähe von Roeux.

Wenn die von Andreas genannte Batterie 1010 auch schon in 1917 bei dieser Heeresgruppe stand, "könnte" das die gesuchte Batterie sein.

Andreas ich glaube nicht, dass man so schwere und überschwere Geschütze innerhalb der Armeen kurzfristig "verschieben" konnte.

Dafür erscheint mir der technische und logistische Aufwand für Transport und Ausbau der Feuerstellung
erheblich zu groß.
Dies wird wohl besonders für "Bettungsgeschütze"
zutreffen.

Viele Grüße Frank


Antwort von Ruhrpottpreuße am 31.03.2018 - 21:07
Hallo Frank!
Das ist richtig. Aber man mußte sie ja auch nicht "physisch" verschieben. Wenn die Armee in einen anderen Bereich verlegt wurde, blieb das Geschütz an seinem Platz, und die nächste Armee, die das Gebiet übernahm, übernahm das Kommando.
Gruß, Andreas

Antwort von T. Ehret am 01.04.2018 - 10:08
Hallo,
U.a. war die Fuß.Batt. 1000 mit einer Kanone auf Eisenbahn-Lafette bewaffnet, also nicht so schwierig zu verschieben.
Wenn ich richtig verstanden habe, handelt es sich mit der ursprünglichen Frage um die Kämpfe bei Roeux. Im Band 28 der "Schlachten" vom Reichsarchiv (Osterschlacht bei Arras 1917) sind diese Kämpfe ab S. 170 geschildert. Im Anhang die dazugehörige Karte.
Gruß,
T. Ehret


 

Antwort von Ruhrpottpreuße am 01.04.2018 - 10:27
Hallo Thierry!
Richtig!
In "Mein Kriegstagebuch" (Cron)ist für die Schlacht dort die 6.Armee verzeichnet.
An Fußartillerie-Batterien waren zugeteilt:
1000, 1007, 1010, 1014, 1015 und 1021.
Da sieht man, daß es doch Unterstellungsunterschiede zu 1918 gegeben hat!
Wir können die Batterien also auf die eben genannten reduzieren.
Die gleiche Aufstellung gibt das Ehrenbuch der schweren Artillerie, Band 1.
Das Weltkriegswerkwerk Band 13 zeigt uns in Beilage 28, daß bei der 6.Armee am 9.April morgens zwei 24er und die eine 35er zugeteilt waren; am 23.April morgens vier 24er und die 35er, sowie am 3.Mai morgens fünf 24er und die 35er.
Nur welche, und wo sie standen, darüber schweigt man sich aus...
Gruß, Andreas

Antwort von Ruhrpottpreuße am 01.04.2018 - 10:37
Nachtrag.
Dann können wir 1014 und 1015 ausschließen, da 1014 nur zwei 15cm hatte und 1015 die dicke 38er war.
Bleiben also 1000, 1007, 1010 und 1021

Antwort von Uschen am 01.04.2018 - 14:50
bonjour an Alle
Meine Frage lösste ein interressantes Gespräch aus darum nochmal Danke an Alle.
Für Frank Lehmann : es stellte sich heraus dass der angegebene franz. link von einem skrupulosen Abschreiber auf das Netz gebracht würde und dem entschprechent noch manche Fehlern dazu.
Ich setze an meiner Antwort die von Gal a D Guy François der mich darauf aufmerksam machte.

Je citerai les principaux "emprunts" me concernant:

-Canons français à Très Longue Portée (T.L.P): article de la Revue Historique des Armées n° 4-1988.

-"Paris Kanonen": article de la Revue Historique des Armées n° 2-1993. C`est dans cet article que les rares photographies allemandes datant de 1918 et prises à Crépy-en-Laonnois ont été publiées pour la première fois avec autorisation de leur propriétaire d`alors, Monsieur l`ingénieur-général de l`armement Jacques Guély.

-"Paris Kanonen": Revue "Fortifications et Patrimoine" n° 7 de 1998 (ISSN 1279-4457).

-38 cm SKL/45 : Revue "Fortifications et Patrimoine" n° 11 de 1999 (ISSN 1279-4457).

-"Paris Kanonen" et 38 cm SKL/45: "Eisenbahnartillerie-Histoire de l`Artillerie Lourde sur Voie Ferrée allemande des origines à 1945"-Histoire et Fortifications-2006- ISBN: 2-915767-08-4.

Ich darf auch vermiteln dass ein Buch dieses Thema in vorbereitung steht aber wird im besten Fall 2019 erscheinen.
Gruss



Antwort von T. Ehret am 01.04.2018 - 18:00
Hallo Andreas,
Im 1. Halbjahr 1917 waren die beiden Batt. 1014 und 1015 mit 24 cm Kanone bewaffnet.
Gruß,
Thierry

Antwort von Ruhrpottpreuße am 01.04.2018 - 19:16
Oh, vielen Dank!
Das wußte ich nicht. Habe ja nur die Daten von 1918

Antwort von Frank Lehmann am 03.04.2018 - 13:00
Hallo Forumsfreunde,

hier hat sich eine wirklich hochinteressante Diskussion und Forschung entwickelt. Ich lerne gern von euren Erkenntnissen. Vielen Dank.

Was mir jedoch durch den Kopf geht, ist die Frage, ob wir hier wirklich eine Geschützeinheit im Bereich bei Roeux im Zeitfenster 1917 suchen.

Ich kann den Text im von Uschen verlinkten Forum leider nicht lesen. Mein "Französich" reicht eben mal dazu, dass mir der Ort Roeux mehrfach in diesem Text auffiel. mehr verstehe ich jedoch nicht vom Inhalt.

@Uschen - Kannst du bitte bestätigen, dass wir mit Roeux und 1917 auf der richtigen "Spur" sind.

Viele Grüße Frank


Antwort von Uschen am 05.04.2018 - 11:24
bonjour Ihr alle
Bin wieder da- musste leider zwei Tage lang unterbrechen.
Frank:
Gerne werde ich Dir ein Satz der Du nicht verstehst übersetzen.
Hier eine Kurzfassung der letzte Angabe im franz. Forum.
Ist gesucht in der Zwischenzeit von Anfangs Februar bis 9. april 1917.
FuA 1000 war zwischen Arras und Douai von Feb. bis 30/06/17.Das Eisenbahn Netz war kräftig beschossen worden, doch wieder hergestellt in 24 Stunden.
Guy François alias ALVF gab eine Karte dazu:
Hier klicken
Erlauterung:die batterien sind überzeichnet
in orange Farbe; Eisenbahn Kanone
in grün: 24 cm SKL/40 Bettungsgerüst
Gruss

Antwort von T. Ehret am 05.04.2018 - 12:06
Hallo,
Über den Einsatz der Fuß.Batt. 1000 bei AOK 6 war es, auf dem franz. Forum, schon bekannt. Die Frage ist : wo liegt das Kriegstagebuch der Batterie ?
Meiner Meinung nach ist es nicht mehr vorhanden (verloren gegangen). Im Anhang die Original-Skizze.
Gruß,
T. Ehret


 

Antwort von Frank Lehmann am 06.04.2018 - 21:30
Hallo und Bonjour Forumsfreunde,

ich denke Thierry hat Recht. Ohne das Kriegstagebuch der FA Batterie 1000 werden wir die genaue Stellung im gesuchten Zeitraum nicht ermitteln können.

Ich halte jedoch eine Stellung in der Nähe von Roeux für sehr unwahrscheinlich.
Der Ort liegt nur ca. 12 km von Arras entfernt.
Viel zu nah und im vollen Wirkungsbereich selbst mittlerer englischer Geschütze.
Eine Stellung knapp westlich von Douai mit einer Entfernung von ca. 20 - 25 km zu Arras erscheint
wesentlich sinnvoller.

Wie ich weiter oben geschrieben hatte, kämpfte das
IR 360 im Frühjahr vor Arras, insbesondere in den Gefechten in und um Roeux.

In der Regimentsgeschichte wird dabei von schweren
Artilleriegefechten auf beiden Seiten berichtet.
Über schwere deutsche Batterien im Bereich Roeux findet sich jedoch kein Hinweis.

Einzig das Wirkungsfeuer von zwei englischen
23,4 cm Geschützen wird als besonders wirkungsvoll und "störend" erwähnt.

Viele Grüße Frank

Antwort von T. Ehret am 07.04.2018 - 10:00
Hallo Frank,
Nach meiner Erfahrung,kann man schon etwas im Archiv des Gegners finden, in Abwesenheit der deutschen Akten (im Reichsarchiv gab es nur 5 Hefte für die genannte Batterie, also relativ wenig). Die Engländer haben wohl Fliegerbilder gemacht, Schallmessungen geführt ... Naja, die Archivunterlagen findet man nicht einfach mit einigen Klicks auf Internet.
Gruß,
Thierry

Ich möchte eine Email, wenn jemand was zu diesem Thema hinzufügt.

Kommentar/Antwort:

Name:

E-Mail Adresse:


Ich möchte meinen Namen/Email auf diesem Computer speichern.

Code-Zahl übertragen:  



Je nach größe der Bilder und Internetanbindung kann das Hochladen einige Minuten in Anspruch nehmen.
Aus diesem Grund bitte nur einmal auf "Antwort absenden" klicken, danke.
Erlaubt sind lediglich JPG-Dateien.




Antwort eingegeben? - Dann hier klicken :      

Ich möchte eine Email, wenn jemand was zu diesem Thema hinzufügt.

E-Mail Adresse:


Hier klicken :