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Forum : Westfront (1914-18)


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Lazarett Hirschberg
Abgesandt von Wolf Zippler am 15.09.2017 - 14:13:

Hallo,
in alte Unterlagen habe ich den Hinweis zum Lazarettaufenthalt im Sept. 1918 in Hirschberg gefunden. Anschließend erfolgte eine ambulante Behandlung im Festungslazarett Breslau. Kann es sich hierbei um Hirschberg / Riesengeb. handeln und was bedeutet zur Verwundung die Abkürzung G.G.r. Bein? Der Soldat wurde an der Westfront verwundet. Gibt es noch Personallisten vom Lazarett Hirschberg aus dieser Zeit und könnten dort Hilfsschwester der Johanniter tätig gewesen sein?

Grüße
Wolf

Antwort von Ilka am 15.09.2017 - 14:28
Hallo Wolf,

vielleicht sind dir ja auch die Einheiten bekannt, in der derjenige im Weltkrieg eingesetzt war. Dann könnte man eher eingrenzen um welchen Ort es sich bei Hirschberg gehandelt haben könnte. Die Abkürzung bedeutet Granat-Geschoss rechtes Bein. Ob es Personallisten vom Lazarett Hirschberg gibt, weiß ich nicht. Aber unter Umständen gibt es ein Lazarettbuch von den gesuchten Lazarett. In diesen Lazarettbüchern sind u. a. der Zu- und Abgang der Verwundeten bzw. Verstorbenen mit weiteren Angaben verzeichnet. Meines Wissens nach gab es 50.000 Lazarettbücher, die beim ehemaligen Krankenbuchlager aufbewahrt wurden. Diese sind an die Deutsche Dienststelle in Berlin abgegeben worden.
LG Ilka

Antwort von Wolf Zippler am 15.09.2017 - 17:20
Hallo Ilka,
danke für Deine schnelle Antwort. Er gehörte dem westpr. Inf. Reg. Nr. 149 und dem Kaiser-Franz-Garde-Gren. Reg. Nr. 2 an und kämpfte als Ltn. in der Angriffsschlacht a.d.Marne und in d. Champagne vom 15. - 17.7.1918. Am 18.7.18 wurde er verwundet (G.G.r.B.), nicht im Sept. 18, wie ich geschrieben habe. Im Nov. befand er sich noch nicht ausgeheilt vom Laz. Hirschberg auf dem Rückweg zur Front, als die Nov. Revolution in Deutschland ausbrach. Darauf meldete er sich in der Kommandantur Breslau und fand hier Verwendung bis zu seiner Verabschiedung 1919. Anschließend wurde er Angehöriger des Freikorps "Oberland" bis 1921.Von der WASt Berlin habe ich die Inform. erhalten, dass sich die Krankenbücher dort befinden, aber es noch keinen Zugriff darauf gibt. In dem Zusammenhang suche ich nach der späteren Ehefrau des Ltn. die ihn im Lazarett versorgt haben soll, deshalb meine Frage zu eventuellen Personallisten der Schwestern.

Viele Grüße
Wolf

Antwort von Deisterjäger am 15.09.2017 - 19:42
Moin,

die Abkürzung bedeutet > Gewehrgeschoss re. Brust o. re. Bein.
Auskünfte aus den Akten des Krankenbuchlagers bekommt man weder bei der Deutschen Dienststelle noch beim Militärarchiv Freiburg.
Die Deutsche Dienststelle ist in der Hauptsache für die Suche von Angehörigen der Wehrmacht (WK 2) zuständig. Die Beantwortung einer Anfrage dort dauert zur Zeit 24 Monate. Mit ein Grund für die lange Wartezeit ist die Anfrage über Angehörige des kaiserl. Heeres.
Die Stammrollen für Angehörige des preuß. Kontingents sind bei einem Bombenangriff auf Potsdam im Frühjahr 1945 vernichtet worden.

Gruss vom Deisterrand
Harald

Antwort von Wolf Zippler am 16.09.2017 - 12:11
Hallo Harald,

danke für Deine Hinweise. Die Abk. Gewehrgeschoss ist glaube ich zutreffender. Im Bundesarchiv Freiburg hatte ich bzgl. der Krankenakte angefragt, ist aber dort nicht archiviert. Wie in meinem vorhergegangenen Beitrag geschrieben, habe ich von einem Mitarbeiter der WASt die Auskunft erhalten, dass die Krankenbuchakten sich dort befinden. Irgend eine höhere Zuständigkeit muss aber noch den Startschuss geben, dass damit gearbeitet werden kann.

Grüße
Wolf

Antwort von Deisterjäger am 16.09.2017 - 12:35
Hallo Wolf,

ja leider ist das so, und ich empfinde das ale einzigste Primärquelle über Angehörige des preuß. Kontingents. Leider ist ja das preuß. Militärarchiv ein Opfer der Flammen geworden. Hier scheint es Kompetensprobleme zu geben aber ich glaube das die Ämter u. Behörden über Kurz oder Lang nicht umhin kommen um das Archiv zugänglich zu machen.
Warum gibt man das Archiv nicht an Ancestry weiter, wäre zwar kostenpflichtig, aber es wäre zugänglich. Und wer an der geschichte seiner Vorfahren interessiert ist wird bestimmt seinen Mitgliedsbeitrag dafür zahlen.
Ich bin schon lange Mitglied bei ancestry, mein Beitrag liegt bei 120 € aber wenn ich mir überlege was ich schon an Archivgebühren und Fahrtkosten gespart habe lohnt sich für mich die Ausgabe.

Schöne Grüße vom Deisterrand
Harald

@@ wenn Du die Regimentsgeschichte des Inf.Rgt. 149 suchst/brauchst melde dich bei mir mit PN.


Antwort von T. Ehret am 16.09.2017 - 20:41
Hallo,
Die Geschichte ist nie einfach. Das Archiv "Krankenbuchlager" wurde vor Jahren aufgelöst. Ein Teil ist nach Freiburg (Bundesarchiv) gelandet. Sämtliche "Lazarettbücher" sind heute, soweit ich weiß (aber nicht geprüft), zugänglich. Hier die Signatur für Hirschberg :
PH 22-II/166 Rapportliste Lazarettkranke 1. Nov. 1914 - 12. Juni 1917
Die Personalunterlagen sind aber in Berlin geblieben. Siehe dort :
Hier klicken
Gruß,
T. Ehret

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