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Forum : Uniformen/Waffen/Ausrüstung (1914-18)


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Kanone
Abgesandt von Froidevaux am 08.03.2018 - 15:11:

Weiss jemand was das für eine Kanone ist?Das Geschütz war beim Marinekorps Flandern im Einsatz als Leuchtgeschütz.Es scheint mir kein offizielles Geschütz von Deutschland zu sein.
Besten Dank


 

Antwort von Ruhrpottpreuße am 09.03.2018 - 05:22
Hallo!
Könnte es ein 21cm Granatwerfer sein?


 

Antwort von Frank Lehmann am 09.03.2018 - 11:21
Hallo,

das obige Foto dürfte einen 21 cm Mörser 10 zeigen.

Unteres, von Andreas eingestelltes Foto den
21 cm Mörser 10 / 16 zeigen.

Beim Modell 10 / 16 gab es einige Änderungen am Rohrrücklaufsystem.

Eigentlich sollten wir die Batterie - Zeebrügge und damit die Typen der Mörser finden können.

Viele Grüße Frank

Antwort von Frank Lehmann am 09.03.2018 - 11:39
Hallo nochmal,

mit Kaliber 21 cm gab es wohl im Raum Zeebrügge nur diese: Batterie „Hertha“ in Wenduine, vier 21-cm-Geschütze. Quelle Wikipedia

Ich suche mal weiter

Viele Grüße Frank

Antwort von Frank Lehmann am 09.03.2018 - 12:43
Hallo,

ich muss da wohl etwas "zurückrudern".
Beim genauen Betrachten der Fotos ist das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen
Modell 10 und Modell 10/16 doch nicht erkennbar.

Die Modelle 10/16 haben ein längeres Rohr.
Dieses kann ich auf den Fotos nicht erkennen.
Also dürften beide Fotos das Modell 10 zeigen.

Das die Mörser für Leuchtmunition verwendet wurden,ist bei einer Reichweite von nur 7 Km durchaus vorstellbar.

Viele Grüße Frank

Antwort von Ruhrpottpreuße am 09.03.2018 - 16:55
Hallo Frank!
Soviel ich weiß, waren die 21cm der "Hertha" Schnellfeuerkanonen.
Wenduine gehörte aber auch eher zu Blankenberge als zu Zeebrugge.
Zur Hafebnschutzgruppe Zeebrugge gehörten die Batterien:
Friedrichsort (ursprünglich 28cm Kanonen, 1917 durch vier 17cm ersetzt)
Lübeck (2x15, andere Quellen 4x15cm)
Mole (4x5cm, 2x8,8cm, 4x10,5cm, 2x15cm) Diese Quellen sind aber wohl nicht ganz richtig.
Quelle: Ryheul (Marinekorps Flandern)
Gruß, Andreas

Antwort von Frank Lehmann am 09.03.2018 - 22:21
Hallo Andreas,

ich habe auch nicht mehr Informationen finden können. Aber die Beschriftung auf dem Foto ist
wohl eindeutig. Ebenso, dass es ein 21 cm Mörser
in ortsfester Bettung ist.

Vielleicht sollten wir mal Thierry Ehret fragen.
Er scheint Ari - Karten aus dem Bereich zu haben.
vgl. sein Beitrag zu Batterie "Württemberg" aus
09-2017.

Viele Grüße Frank

Antwort von Ruhrpottpreuße am 10.03.2018 - 11:24
Hallo Frank!
Den Kartenaufdrücken sollte man nicht soo viel Aufmerksamkeit schenken. Ich weiß auch nicht, ob es den 21cm Mörser mit dieser Bettung gab.

Antwort von Froidevaux am 10.03.2018 - 12:34
danke an alle für die Antworten.
Nach dem" Coast Defenses Consructed by the Germans on the Belgian Coast"ist es eine 15cm Kanone.Ich habe auch ein Foto,wo ein Marinist ein Geschoss in den Armen hält ( ca 40 Kg ).Ein 21cm Geschoss wäre ca 110 Kg schwer.Unmöglich das ein mann das tragen könnte.Ich kann leider das Foto nicht zeigen,da es nicht mir gehört.In dem Buch von Johan Ryheul ist es auch falsch geschrieben.
Das Geschütz hat auch nichts zu tun mit dem 21cm Mörser von 1916.Es hat eine Zentralfeuer Lafette wie auf den Schiffen.

Viele Grüsse
R.Froidevaux


Antwort von Frank Lehmann am 11.03.2018 - 11:46
Hallo Froidevaux und Andreas,

nachdem ich mich gestern Abend stundenlang durch Fotos und Zeichnungen von deutschen Mörsern u. schweren Geschützen aus dem WK 1 "gewühlt" habe, ist mit Sicherheit festzustellen, dass auf den Fotos kein 21 cm Mörser 10 abgebildet ist.

Mit hoher Warscheinlichkeit ist es auch kein anderes Geschütz deutscher Bauart. Habe absolut nichts Vergleichbares gefunden. Weder unter Mörsern, noch unter Haubitzen oder Kanonen.

@Froidevaux
Du hast sicher Recht mit der Zentrallafette, welche eigentlich typisch für Schiffsgeschütze wäre. Wenn ich mich recht erinnere habe ich jedoch schon Festungsgeschütze mit gleichartiger Bettung gesehen. Allerdings halte ich die Ansprache, als 15 cm Kanone für sehr fraglich. Ein "Schiffsgeschütz" mit einer so kurzen Rohrlänge und damit Reichweite macht im Seekampf keinerlei Sinn.

Da ich nun erst recht wissen will um was für ein Modell es sich auf dem Foto handelt, werde ich die Fotos mal an zwei Spezialisten für schwere Ari weiterleiten. Vielleicht werde ich dabei eine Antwort finden. Poste ich dann hier.

@Andreas
Du hast wohl völlig Recht, dass man Karten - beschriftungen nicht zuviel Wahrheitsgehalt zubilligen darf.

Einen schönen Sonntag wünscht euch Frank

Antwort von Frank Lehmann am 12.03.2018 - 09:05
Hallo Froidevaux und Andreas,

habe mit Hilfe eines Forumfreundes noch ein Foto von dem gesuchten Geschütz gefunden.
siehe hier: Hier klicken

Das dort auf dem Foto abgebildete Geschoss wurde von meinem Forumsfreund als typische Leuchtgranate
bezeichnet. Bei der Größe würde ich sagen, dass 15 cm wohl gut sein könnten.

Die Bezeichnung im von Froidevaux erwähnten Buch dürfte damit richtig sein.

Bei meiner Suche habe ich übrigens noch eine interessante Website zum Thema gefunden.
siehe hier:Hier klicken

Viele Grüße Frank


Antwort von Froidevaux am 12.03.2018 - 13:34
Hallo Frank,
danke für die gute Recherche.Jetzt weiss ich endlich was für ein Geschütz das war.Besten Dank und viele Grüsse
R.Froidevaux

Antwort von Ruhrpottpreuße am 12.03.2018 - 17:37
Das sah auf den ersten beiden Photos irgendwie größer aus...

Antwort von Frank Lehmann am 12.03.2018 - 17:58
Hallo Andreas,

da hast du vollkommen Recht. Ohne den Größenbezug durch die Kartusche + Geschoss und dem Matrosen wäre ich nie auf die Idee gekommen, das die Kanone im Original so "klein" ist.

Nicht nur Kartenaufdrucke, sondern sogar Fotos sind also ohne Vergleichsmöglichkeit mit Vorsicht zu genießen. :-))

Viele Grüße und einen schönen Abend Frank

Antwort von Andreas am 12.03.2018 - 18:22
Da gebe ich Dir recht, Frank!
Aber hier war es extrem!
Dir auch einen schönen Abend!

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