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Suche nach Ernst Lüth gef. 01.09.1916 an der Somme
Abgesandt von Oliver Lüth am 20.08.2014 - 22:22:

Hallo ins Forum.

Ich bin auf der Suche nach weiteren Informationen meines am 01.09.1916 an der Somme gefallenen Urgroßvaters Ernst Lüth (geb. in Schleswig-Holstein).
Ausser dem Namen, ein paar vergilbten Bildern und dem unleserlichen Soldbuch habe ich keine weiteren Angaben.
Erkennen kann ich bei einer Feldpost sehr schwach die Angaben: 10. Kompanie der 111. Inf.Div. und "im Schützengraben Ransart, Frankreich Juni 1915".
Beerdigt soll er in Rancout oder so ähnlich sein.
Habe mich schon an den Volksbund Kriegsgräber gewandt, aber keine Antwort erhalten.

Wo kann ich nähere Angaben zur Truppe erhalten?
Wer kann die Feldpost / das Soldbuch übersetzen?

Freue mich über jede Antwort!
Vielen Dank!

Oliver Lüth

Antwort von Deisterjäger am 20.08.2014 - 23:04
Moin Oliver,

hast Du schon mal in den VL Hier klicken nachgeschaut ob du ihn hier findest. Es wäre schön wenn du uns auch den Geg.-Ort und das Geb.-Datum mitteilen würdest das erleichtert die Suche ungemein.

Gruss vom Deisterrand
Harald

Antwort von Andreas am 21.08.2014 - 04:29
Hallo Oliver!
Es ist immer besser, die Dokumente einzustellen.
Z.B. gab es keine Kompanie einer Division. Es gab nur eine Kompanie eines Regiments.
Die 111.Inf.Div. war vom 25.August bis 6.September 1916 im Raum Guillemont/Guinchy eingesetzt.
Vorher im Juni 1915 war sie nicht in Ransart (im Artois), sondern bis August 1915 an der Maas.
Einheiten der Division:
Füsilier-Rgt. 73
Inf.Rgt. 76
Inf.Rgt. 164
Feldart.Rgt. 221

Antwort von Andreas am 21.08.2014 - 04:49
Nachtrag.
Ginchy und Guillemont liegen direkt nebeneinander und der Soldatenfriedhof Rancourt ist auch nur 6km entfernt. Das paßt also. Das Gebiet liegt etwas nordwestlich von Peronne.
Im Buch "Somme-Nord 2.Reil" aus der Reichsarchiv-Reihe (Band 21) ist auf Seite bei den Kämpfen am 30.7. beim Inf.Rgt.76 ein Vizefeldwebel Lüth vermerkt. (Das Regiment gehörte zur 111.Inf.Div.)

Anbei eine Karte der Somme vom 28.August. Du findest die Orte Ginchy und Guillemont bei der 111. (Kirchbach, XII.Res.Korps)


 

Antwort von Andreas am 21.08.2014 - 04:50
Somme-Nord. 2. Teil sollte es heißen.
Vizewfeldwebel Lüth ist auf S. 165 erwähnt

Antwort von Franz am 30.08.2014 - 09:24
Hallo,
mein Opa war vom 30.7 bis 22.08.1916 mit seinem Grenadier-Regiment 123 der 27. Infanterie Division(Württemberg) auch in diesem Sommeschlachtabschnitt vor Guillemont/Combles eingesetzt. Einen Eindruck über die Heftigkeit dieser Kämpfe dort kann man in einem Kapitel in Ernst Jüngers Buch "In Stahlgewittern" gewinnen. Mittlerweile ist das ganze transkriptierte originale Tagebuch von Ernst Jünger ungeschönt auch veröffentlich worden: "Ernst Junger Kriegstagebuch" Herausgeber Helmuth Kiesel im Klett-Cotta Verlag. Die Einheit Ernst Jüngers das Füsilier-Regiment 73 (Niedersachsen) gehörte ebenfalls zur 111. Infanterie Division und hatte quasi auf den exakt selben einige hundert Meter langen Frontabschnitt die o.g. Einheit meine Opas um den 22./23.8.1916 abgelöst. Wenn man die Aufzeichnungen Jüngers so ließt muss man sich wundern, dass insbesondere in diesem Kampfbrennpunkt im Juli/August 1916 um Guillemont überhaupt noch jemand überlebt hat. Die Erinnerung an die Somme und speziell an "-Guillemont 1916-" (neben "-Bullecourt 1917") haben meinen Opa viele Jahre später bis zu seinen Tod (mit 88 Jahren)nicht mehr los gelassen. Gruß Franz

Antwort von Oliver Lüth am 14.10.2014 - 22:11
Hallo Deisterjäger, Andreas und Franz.

Vielen lieben Dank für eure informativen Antworten und ein grosses "Sorry", dass ich mich erst jetzt wieder melde.
Stress auf der Arbeit und Urlaub. Da ist die Familien-Geschichte leider liegen geblieben.

Anhand eurer Hinweise konnte ich das Schicksal meines Urgrossvaters gut verfolgen.
Momentan ziehe ich alle über das Internet verfügbare Informationen zusammen und versuche sie zu einem Bild zusammenzufügen.

Andreas: nochmals einen ganz grossen Dank für deine Informationen! Klasse!
Ich kann aber aus den mir vorliegenden Unterlagen nicht erkennen, ob mein Urgrossvater ein Vizefeldwebel war.
Anhand der Photos glaube ich das eher nicht, da er immer mit vielen Kameraden abgebildet ist und das spricht wohl eher für einen Mannschaftsgrad.

Ich habe aber ein Bild seines Feld-Besteck auf meinem Rechner gefunden (Photo anbei): I. Preis Füsilier Lüth III/37.
Vielleicht hilft das weiter sein Schicksal nachzuvollziehen.

P.S. sein Geburtsdatum: 11.05.1878 in Lütjenburg / Schleswig-Holstein.

Viele Grüße
Oliver


 

Antwort von Deisterjäger am 14.10.2014 - 23:18
Oliver,

die Gravur bedeutet III. Batailllon / InfRgt. 37.
Das Rgt. war der 10. Div. / V. A.K. unterstellt. Garnison war Krotoschin (poln.: Krotoszyn)

Gruss Harald

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