AGW 14-18 · Milex · Tavannes

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XIX Armeekrops
Abgesandt von Christian am 26.04.2014 - 20:06:

Hallo zusammen, ich habe alte Bilder ausgegraben und siehe da, von meinem Ur-Opa aus Leipzig aus dem 1. WK (1916). Kann mir jemand etwas über die Einheit / Rang etcpp der beiden Brüder sagen?
Es ist auch ein (Blücher?)-Säbel zu sehen ink. Portepee.
Es wäre klasse, wenn ihr mir helfen könntet. Weitere Bilder werden gfs folgen ;)

Viele Grüße aus dem Rheinland
Christian

Antwort von Jens am 27.04.2014 - 11:03
Hallo Christian,
leider fehlen die Bilder in Deinem Beitrag! Und falls es auf den Bild-Rückseiten
noch Hinweise (Schrift, Stempel, etc.) gibt, dann bitte die auch zeigen.
Gruß Jens

Antwort von Christian am 27.04.2014 - 11:08
Nanu, ich hatte das Bild hochgeladen ?!
Nächster Versuch ;)

Antwort von Christian am 27.04.2014 - 11:10
wieso klappt es nicht? noch mal...

Antwort von Jens am 27.04.2014 - 11:47
... eigentlich kann man problemlos drei recht grosse JPG-Bilddateien pro Beitrag hochladen,
probiere es nochmal, ansonsten die Bilder auf einen kostenlosen Bild-Server laden wie z. B.: Hier klicken
Gruß Jens

Antwort von Christian am 27.04.2014 - 11:59
so, hab das Bild mal verkleinert. mal sehen, ob es klappt...

 

Antwort von Jens am 27.04.2014 - 12:30
Hallo Chistian,
beide Soldaten (soweit zu erkennen ist) dürften im einfachen Mannschaftsrang sein.
Rechts wohl vom sächsische Landsturm-Infanterie-Ersatz-Bataillon Leipzig (XIX. 6),
links (mit schwedischen Ärmelaufschlägen) und wohl mit einem Artilleriesäbel (?) Hier klicken könnte evtl. auf Feldartillerie hinweisen???
Kenne mich mit Blankwaffen und Artillerie nicht besonders aus, daher bitte nochmal weitere Meinungen abwarten!
Gruß Jens

p.s.: gibt es auf der Rückseite noch Hinweise (Schrift, Stempel, etc. ..)?

Antwort von Christian am 27.04.2014 - 12:49
Hallo Jens, vielen Dank für Deine schnelle Antwort. :) Mich hatten die (schwedischen?) Ärmelaufschläge gewundert, habe ich doch nur andere auf Bildern wahrgenommen. Mal sehen, ob ich noch weitere BIlder und Infos auftreiben kann- Ein Bild zeigt meinen Ur-Opa noch mit Pickelhaube. Leider steht auf der Rückseite nichts weiter. Ich bin auf weiteres Feedback der User gespannt.Wenn ich etwas neues finde, werde ich es posten. In diesem Sinne, viele Grüße!



Antwort von Jens am 27.04.2014 - 15:38
Hallo Christian,
es gab verschiedene Ärmelaufschläge schon beim Blauen-Rock M95, die auch am späteren Feldgrauen-Rock M07/10 übernommen wurden,
hier findest Du zum Feldgrauen-Rock ein paar Informationen & Abbildungen: Hier klicken
Gruß Jens

Antwort von Andreas am 28.04.2014 - 04:33
Hallo!
Sachsen hatte ja die sogenannten sächsichen oder auch deutschen Aufschläge. (2 Knöpfe senkrecht), außer Feldartillerie, die hatte auch die schwedischen. Deshalb dürften wir hier beim XIX.AK bei dem linken Mann vom FAR32, 68, 77, 78 oder einer entsprechenden Reserveformation ausgehen.
Auf Grund des Säbels handelt es sich um einen berittenen Soldaten, so daß wir auch eine Munitions-Kolonne nicht ausschließen können, die ja auch die Uniform der Feldartillerie trug
Gruß, Andreas

Antwort von Christian am 28.04.2014 - 11:59
Hallo Andreas,

prima, danke für die Info: ich werde mal weiter in diese Richtung recherchieren. Mir fehlte genau diese Info, da die Uniform respektive die Einheit meines Uropas ja recht klar zu definieren war (XIX 6). Mein Ur-Onkel hatte übrigens im weiteren Verlauf des Krieges sein Auge verloren., ich weiß leider nicht, bei welchen Kampfhandlungen und wo.
Viele Grüße!

Antwort von Jens am 29.04.2014 - 10:54
Hallo Christian,
wenn Dein Urgroßonkel verwundet war, dann dürfte er in der Verlust- & Verwundeten-Liste verzeichnet sein: Hier klicken
(Online-Erfassung der Einträge: (1914 -1916 zu 100%, 1917 zu 98%, 1918 zu 25%, und 1919 zu 69% - Stand Mai 2014)
Gruß Jens

Antwort von Christian am 29.04.2014 - 12:34
Oh, vielen Dank Jens, da werde ich mal schauen, und falls ich etwas finde, hier posten.
Viele Grüße
Christian

Antwort von Christian am 29.04.2014 - 13:06
Hallo noch einmal,

interessanterweise konnte ich unter dem Namen leider nichts finden, vielleicht finde ich bei meinen weiteren Recherchen noch mehr Input. Hier ist nun die Rückseite des Bildes in Sütterlin (wo auch die Somme erwähnt wird). Leider kann ich es nicht entziffern - gibt es hier Spezialisten, die mir den Text deuten wortgetreu wiedergeben könnten? Ich würde mich wirklich sehr freuen.

Viele Grüße


 

Antwort von Jens am 29.04.2014 - 13:50
Hallo Christian,
vollständigen sind die Verlustlisten noch nicht online erfasst! Ansonsten auch mal Namens-Varianten ausprobieren (wie. z. B. bei Schmidt: > Schmitt > Schmied ... etc.),
öfter gab es bei Namen & Orten auch mal Übertragungsfehler in diesen Listen. Hier klicken

Zu sächsischen Soldaten kann man evtl. auch im Hauptstaatsarchiv in Dresden selbst recherchieren: Hier klicken
Gruß Jens

an bei was ich lückenhaft an Text auf der Rückseite entziffern konnte:

Lieber Richard!
Besten Dank für Deinen
Brief sowie den Ring.
Er paßt auch sehr gut.
Hier ist das Wetter jetzt
wieder etwas besser. Von
wegen D??? gar???
ist bei mir nichts zu
machen, ich bin noch mal
untersucht u. ???. gewor-
den. Bin aber vorläufig
noch in der Kass. Verw.
Felig liegt bei Bousies
a. d. Somme. Es ist jetzt über
all Essig, hier ist ???
u. Draußen auch nicht.
Hier weis man nicht
was man essen soll.
Wenn der Trödel blos noch
alle werden wollte.
Mit vielen Grüßen
Otto

Antwort von Andreas am 29.04.2014 - 15:33
Hallo
Ich schau zu Hause mal nach, wer zu der Zeit in dem Abschnitt war

Antwort von christian am 29.04.2014 - 18:09
Prima, schon einmal vielen Dank für die Übersetzung und für die weitere Hilfe !

Antwort von Andreas am 29.04.2014 - 18:11
Hallo!
So, zuerst zu den Orten. Den einzigen Ort, den ich gefunden habe, de so heißt, ist Boursies. Das liegt etwa 10km westl. von Cambrai und ca. 20km nordostl. von Péronne, also 20km von der Somme entfernt. Ein Felig gibt es nicht. Etwa 5km südwestl. von Boursies gibt es ein Vélu. Oft haben die Jungs ja den Ort nur orthographisch wiedergegeben... Vielleicht ist es ja der Ort. Kass.Verw. (Kassenverwaltung?) = Soldstelle?
Zu den Einheiten:
XIX.6 ist, wie Jens schon gesagt hat, das Ldst.Inf.Ers.Btl.Leipzig. Dieses Bataillon war als Bewachungsbataillon abgestellt.
8.Kompanie des Zivilarbeiter-Bataillons 27 und des Franzosenkommandos XXVII, die 9.Kompanie des Zivilarbeiter-Bataillons Nr.28 und des Franzosenkommandos XXV. Der Rest der Kriegsgefangenen-Arbeiter-Bataillone 96 und 97. Unterstellung der 5.Armee.
In der Zeit vom 23.Oktober und 5.November (von diesen beiden Tagen habe ich Karten), waren Sachsen mit dem XIX.AK noch weiter westlich, und zwar südwestl. von Bapaume, genauer gesagt, an der Frontlinie Pys - Ligny-Thilloy.
Das Korps bestand aus folgenden Sachsen:
24.Inf.Div. (Feldart.Rgt. 77 und 78)
40.Inf.Div. (Feldart.Rgt. 32 und 68)
Einer dieser Einheiten dürfte es sein.
Beste Grüße,
Andreas


 

Antwort von Jens am 29.04.2014 - 18:21
Hallo zusammen,
kleiner Nachtrag und Korrektur, ich glaube das es nicht "Felig" sondern (wohl der Vorname) "Felix" sein dürfte, also: "Felix liegt bei Boursies an der Somme."
Gruß Jens

Antwort von Andreas am 29.04.2014 - 18:27
Das Argument lasse ich gelten... grins.
Klingt logisch.

Antwort von christian am 29.04.2014 - 19:13
Stimmt, wollt ich gerade schreiben, mein Uronkel links auf dem Bild hieß Paul Felix (Rufname) Brause aus Borna/ Leipig. :)

Antwort von christian am 29.04.2014 - 19:37
Es ist echt der Wahnsinn, was ihr schon herausfinden konntet, vielen Dank noch einmal dafür.
Wenn ich noch etwas finde, poste ich sicher wieder ;)

Antwort von Andreas am 29.04.2014 - 20:05
Im Buch "Sachsen in großer Zeit" (Band 3) habe ich noch folgende Karte gefunden. Es zeigt den Rückzug der Divisionen von August bis Oktober

 

Antwort von Manfred Fuchs am 30.04.2014 - 13:59
Hallo,

Jens hat ja den Großteil des Textes "übersetzt",
hier noch mal der Text, wie ich ihn lese:


L., d. 1.11.16

Lieber Richard!

Besten Dank für Deinen
Brief sowie den Ring.
Er paßt auch sehr gut.
Hier ist das Wetter jetzt
wieder etwas besser. Von
wegen dauernd garnis(onsverwendungsfähig).
ist bei mir nichts zu
machen, ich bin noch mal
untersucht u(nd). kv. gewor-
den. Bin aber vorläufig noch in der Kass(en).Verw(altung).
Felix liegt bei Boursies
a(n). d(er). Somme. Es ist jetzt über-
all Essig, hier ist nischt
u(nd). draußen auch nicht.
Hier weis man nicht
was man essen soll.
Wenn der Trödel blos noch
alle werden wollte.

Mit vielen Grüßen

Otto
& ….


"kv" heißt in diesem Zusammenhang "kriegsverwendungfähig".

Gruß,

Manfred

Antwort von Christian am 30.04.2014 - 17:03
Hallo Manfred,

vielen Dank für die Übersetzung!
Zumindest eins kann ich aufklären: den Namen hinter Otto, dies müsste Meta lauten, da seine Schwester (und Felix Frau) diesen Vornamen trug.
Das L könnte für Leipzig stehen, dem Geburts-/Wohnort, hat es denn 1916 schon Hunger/ Mangel gegeben? Oder es war vllt doch woanders...
Jetzt muss ich nur noch in den Unterlagen finden, wer Richard ist, was es mit dem Ring auf sich hat (den Einen?) Dann heisst es wohl, dass Otto aus der Garnison heraus und damit Fronttauglich "geschrieben" wurde. Ich hoffe, ich kann die Rätsel noch lösen.
Kassenverwaltung für die Truppe? - XIX 6 war ja für Bewachungsdienste zugeteilt, aber die brauchten ja sicher auch Orga-Leute (zumal mein Uropa meines Wissens auch Kaufmann war).
Ob Trödel wohl für den Krieg stehen könnte?

ICh hoffe, dass ich noch Sachen dazu in den Unterlagen herausbekomme (Stammbuch weitere Bilder( Texte, mal sehen

Viele Grüße
Christian

Antwort von Manfred Fuchs am 30.04.2014 - 18:31
Hallo Christian,

mit Meta liegst Du wohl richtig. Und wie Jens wohl richtig vermutet, bedeutet "Kass. Verw." sicher "Kassenverwaltung".

Hierzu ein Hinweis auf den Maler Paul Klee aus dem 1. WK:

Hier klicken

Mit Trödel ist ganz bestimmt der Krieg gemeint.

Zu dem Ring hätte ich noch eine Vermutung.

Mein Großvater war im 1. WK bei der Fußartillerie, und er erzählte mir einmal, dass die Artilleristen aus den Zündern Erinnerungsringe anfertigten.

Gruß,

Manfred

Antwort von Christian am 02.05.2014 - 13:36
Hallo noch einmal,

ich habe noch dieses Bild gefunden, das irgendwann vor 1916 aufgenommen wurde, es zeigt meinen Uronkel (auf obigen Bild links) an irgendeiner Maschine.
Kann jemand aufdecken, um was es sich für eine Maschine handeln könnte, ich habe keine Ahnung in diese Richtung.
Vielen Dank und viele Grüße
Christian


 

Antwort von Manfred Fuchs am 02.05.2014 - 18:06
Hallo Christian,

sieht für mich aus wie eine Granate, bzw. wie eine Drehbank, an der die Dinger gedreht wurden.

Hier mal ein Vergleichsbild einer Arbeiterin der Fa. Siegener Maschinenbau A.G. bei der Granatenproduktion:

Hier klicken

Gruß,

Manfred

Antwort von Christian am 03.05.2014 - 11:17
Hallo Manfred,

ja, das sieht wirklich danach aus, vielen Dank für die Hilfe und das Reverenzfoto. Übrigens scheint auf der Granate auf dem Bild ein Text zu stehen, der leider unidentifizierbar ist :(

Ich habe noch ein weiteres Photo gefunden, das ich gerne anhängen möchte (1916 - Reserve hat Ruh).
Interessant finde ich hier wieder die schwedischen Ärmelaufschläge des Offiziers (Rang?), sowie die Auszeichnung (welche mag das sein) und den Degen. Während man bei den anderen die Nr. am Kragen sehen kann, ist dies bei dem Offizier nicht der Fall (wahrscheinlich so Usus gewesen).

Viele Grüße und ein schönes Wochenende...



 

Antwort von Andreas am 03.05.2014 - 11:27
Hallo Christian!
Der Degen könnte ein sächsischer Beamtendegen sein. Die Auszeuchnung ein EK II am Nichtkämpferband. Würde ja auch zum Beamten passen.
Gruß, Andreas

Antwort von Christian am 03.05.2014 - 14:48
Hallo Andreas,

wie ich gerade festgestellt habe, hat auch dieses Bild einen ausführlichen Mini-Sütterlin Text auf der Rückseite (ich muss das Bild nur noch vorsichtig auslösen). Vielleicht kann mir dann noch einmal jemand mit der Übersetzung helfen, möglicherweise kommt ja was Interessantes heraus ;)

VIele Grüße
Christian

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