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Hilfsgendarm / Off Topic
Abgesandt von OLIVER am 17.03.2014 - 21:01:

Nabend zusammen,
viellleicht ist ja jemand geschichtlich damit bewandert, Tante Google spuckt nur was zum Bundesheer dazu aus.
Nachdem ich endlich nach 3 Jahren Post vom Standesamt 1 in Berlin bekommen habe, weiss ich nun, das mein Ur-Opa zur Jahrhundertwende +/-5 Hilfsgendarm in Luckenwalde oder Berlin war. Wie wurde man Hilfsgendarm und was waren die Aufgaben neben den regulären Ordnungskräften? Momentan habe ich dazu nichts gefunden. Falls jemand etwas dazu weiss, schonmal vielen Dank.Nebenbei suche ich auch natürlich weiter.
Gruß Oliver

Antwort von Andreas am 18.03.2014 - 04:51
Hallo Oliver!
Ich bin mir jetzt auch nicht ganz sicher, was mit dem Begriff Hilfsgendarm gemeint ist. Der Begriff selber wurde eigentlich erst im Kriege eingeführt. Ich weiß nicht, ob die zivile Polizei um die Jahrhundertwende auch schon die Bezeichnung hatte.
Die kgl. Schutzmannschaft hatte als untersten Rang den Schutzmann, die kummanel Exekutivpolizei hatte als untersten Dienstrang den Sergeanten. Dann gab es noch die Landgendarmerie, aber als Hilfsgendarmen kenn ich nur die militärische Variante der Feldgendarmerie. Diese wurden in den größeren Städten der besetzten Gebiete als Verkehrspolizisten und zur Überwachung der Zivilbevölkerung eingesetzt. Ab 1917 kamen sie auch in Deutschland zum Einsatz. Z.B. zur Sicherung der Ernte auf Grund der Versorgungslage und Kriegsgefangenenbewachung.
Gruß, Andreas

Antwort von Oliver am 18.03.2014 - 08:51
Glück auf Andreas,
die Vermutung Feldgendarmerie hatte ich auch. Alles etwas verzwickt. Ich habe keinerlei Hinweise auf Dienst im Krieg oder generellen Militärdienst, ich kenne ihn nur als Artisten. Davon gibt es noch genug Beweise und Bilder. Er war Baujahr 1872, also schon über 40, da fällt mir ein Bezug zum Militär echt schwer. Die Jahrhundertwende habe ich getipt, die Urkunde mit der Betitelung war von 1918.
Mal sehen was ich noch herausfinde. Trotzdem Danke! Gruß Oliver

Antwort von Deisterjäger am 18.03.2014 - 12:40
Oliver,

haste mal bei Onkel >wiki< Hier klicken geschaut, vieleicht findet sich dort ja auch etwas.

Gruß vom Deisterrand
Harald

Antwort von OLIVER am 18.03.2014 - 15:39
Hallo Harald,
jau, den Onkel hab ich auch schon gefragt. Ich denke es wird wohl ergebnislos sein, wer weiss auf welches Jahr sich der Hilfssergeant bezieht...Wie immer spielt die Geschichte mir einen Streich...
Euch schönen Abend noch!
Oliver

Antwort von Deisterjäger am 18.03.2014 - 16:32
Hallo Oliver,

ich such mir mal die Stammrolle meines Großvaterers heraus, der ist als Uffz. der kaiserl. Schutztruppe bei der bad. Polizei eingestellt worden, hier ist aber auch eine Zeitdifferenz von einigen Monaten. In den Personalunterlagen die bei der Polizei lagen schaue ich auch mal nach.

Gruss
Harald

Antwort von Oliver am 18.03.2014 - 17:10
So, laut Aussage meiner Oma, allerdings stark dement mit 92, konnte sie sich aber noch an seinen Beruf Dachdecker erinnern. Und er soll Hilfspolizist auf dem Dorf gewesen sein... Werde dann doch mal in Luckenwalde nachfragen... Teilchen für Teilchen.
Danke und Prima, Harald!

Gruß Oliver

Antwort von Andreas am 18.03.2014 - 18:08
Hallo Oliver!
Könntest Du die Urkunde mal bitte zeigen?

Antwort von Oliver am 18.03.2014 - 19:37
Hallo Andreas,
klar, hier ist sie.
Hier klicken
Aber wie gesagt, da ist nicht viel heraus zu entnehmen.
Gruß Oliver

Antwort von Andreas am 18.03.2014 - 19:45
Da hast Du leider recht. Ich kann dann nur auf meine o.g. Vermutung hinweisen.
Gruß, Andreas

Antwort von AndreasH am 25.03.2014 - 17:21
Hallo Oliver,

woher weißt Du, dass Dein Ur-Opa um die Jahrhundertwende Hilfsgendarm in Luckenwalde oder Berlin war?
Hast Du noch andere Dokumente außer der Bescheinigung der Eheschließung? Denn dieser Bescheinigung ist dies doch nicht zu entnehmen!
Da steht doch etwas ganz anderes.

Gruß aus Freiburg
Andreas

Antwort von Oliver am 28.03.2014 - 18:45
Hallo Andreas,
ja woher weiss ich das, eigentlich gar nicht wirklich.Reine Spekulation und Vermutungen.Er muss vor dem Ersten Weltkrieg nach Recklinghausen gekommen und da mit dem Zirkus herumgezogen. sein, ich habe Photos von ihm als Artist. Daran kann sich Oma erinnern, an den "Dorfpolizisten" nicht, dasss soll lange vor ihrer Zeit gewesen sein.
Für mich stellt sich ja generell die Frage, ob der Hilfsgendarm zivil oder militärisch von ihm bekleidet war. Militärisch gibt es keinerlei Infos, deswegen tippte ich eher aufs damalige Dorf Luckenwalde.
Ansonsten auch keinerlei Informationen. Alles neu für mich.
Gruß Oliver

Antwort von Oliver am 28.03.2014 - 18:47
Nebenbei könnte ich das "Zwischen dem Hilfsgendarm" auf der Urkund auch so deuten, dass er es vielleicht doch zum Zeitpunkt der Eheschließung war..Also um 1918.


Antwort von AndreasH am 31.03.2014 - 13:17
Hallo Oliver,

die Bescheinigung ist eigentlich so zu lesen und dann auch verständlicher: Adolf Schmidt, Beruf Dachdecker, wohnhaft Britz-Berlin, z.Zt. Hilfsgendarm in Sokollen a.S.(am See).....

Bei meinem Großvater der ebenfalls 1918 geheiratet hat stand z.B. ... dem Gefreiten XY, Beruf Schuhmacher, wohnhaft in G., Bundesstaat Preußen, z.Zt. N. a.Rh., Bundesstaat Baden.

Zum zeitpunkt der Heirat war er Soldat und hatte vor seiner Einburufung Schuhmacher gelernt und diesen Beruf ausgeübt.

Also war Dein Uropa von Beruf Dachdecker und während des Krieges -zumindest im Zeitpukt der Heirat- als Hilfsgendarm (Militär)in Sokollen a.S. eingesetzt. Das würde ja auch mit seinem fortgeschrittenen Alter hinkommen.

Die in der Bescheinigung genannten Orte liegen alle in Ostpreußen.

Sind die Fotos als Artist datiert?

Gruß
Andreas


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