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Forum : Einheiten (1914-18)


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Wo kämpften diese Einheit?
Abgesandt von Sandro am 06.08.2018 - 10:26:

Hallo

Bei weiter Recherchen in der Familiengeschichte, bin ich auf den 1. Mann meiner Ur-Uroma gestoßen.

Dieser ist als Angehöriger des 2. Königlich Sächsischen Feldartillerie-Regiments Nr. 28 an 22.08.1914 in Belgien gefallen, also relativ zeitig, schon im 1. Kriegsmonat.

In den Verlustlisten d. 1.WK wurde recherchiert und in der Ausgabe vom 25.10.1914 ist unter den Verlusten des Stabes der Artillerie-Ersatz-Abteilung Nr.28, dieser bei Gefechten am 22. August 1914 bei Bellefosse und am 30.08.1914 bei St. Michel als Kanonier als gefallen gemeldet.

Laut Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge als vermisst gemeldet bzw. es ist keine Grablage bekannt.

Er wurde vermutlich entweder nicht geborgen bzw. konnte nach Kriegsende bei Umbettungen möglicherweise nicht identifiziert werden und wurde als Unbekannter in einem Einzel- oder Kameradengrab in La Broque bestattet.

La Broque liegt in Frankreich, gefallen soll er in Bellefosse in Belgien sein?
Bellefosse und St. Michel liegen aber in den Vogesen in Frankreich, das sind meiner Meinung nach wiedersrüchliche Angaben.

Meine Frage wäre:

In welchem Frontgebiet und welcher Armee kämpfte nun das 2. Königlich Sächsischen Feldartillerie-Regiments Nr. 28 im August 1914?

Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 16:37
Hallo Sandro!
Das FAR28 unterstand in dieser Zeit der 32.Feldart.Brig. (32.Inf.Div.), XII.AK, 3.Armee
Einsätze der Division:
23.8.14: Houx-Leffe (Belgien), bei Dinant.
Das XII.AK siehst Du hier bei Dinant.
Gruß, Andreas



 

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 18:32
Hallo Ruhrpottpreuße

Danke für die schnelle Antwort, woher stammt dein Kartenmaterial?

Ich konnte bis jetzt nur diese finden, Aufmarsch im Westen bis 20.August 1914.

Demnach scheidet Bellefosse und St Michel in Franreich aus, oder gibt es das in Belgien auch, konnte nichts finden.

Und LaBroque als evenuelle letzte Ruhestätte auch, was über 300km weit weg in Frankreich läge.

Grüße Sandro


 

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 18:51
Hallo Sandro!
Meine Karte ist aus "Wissen und Wehr" (1926), Kartenbild der Grenzschlachten im Westen.
Deine Karte gibt aber auch das gleiche wieder.
Die Orte habe ich in Belgien noch nicht gehört.
Dürfte wohl ein Übermittlungsfehler sein.
Ob er umgebettet wurde, kann ich leider nicht sagen.
Gruß, Andreas

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 19:16
Hallo Andreas

Hättest Du eventuell einen Scan dieser kompletten Karte für mich?

Ist schon komisch mit den Orten, gut es waren wirre Zeiten damals und dem VDK e.V.liegen auch nur die Akten von damals vor, ich werde da nochmals deshalb anfragen.

Grüße Sandro

Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 19:29
Hallo Sandro!
Leider passt die Karte nicht auf den scanner. Besser kriege ich es mit der Kmaera nicht hin...
Gruß, Andreas


 

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 19:37
Hallo Andreas

Danke für deine Bemühungen, kannst Du mir sagen in welchem Heft des Jg.1926 ich suchen muss?

Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 19:42
Hallo Sandro!
Das ist ein eigener Kartenband. Oben steht "erstes Heft".
Ich habe die Hefte aber nicht, sondern nur den Kartenband
Gruß, Andreas


 

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 19:52
Hallo Andreas

Ok, wenn ich so die Preise für so ein Exemplar ansehe, wird meine Karte reichen müssen, denn 150€ gebe ich sicher nicht dafür aus.

Danke für deine Bemühungen. Du scheinst Dich mit der Westfront intensiver zu beschäftigen?


Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 19:54
Hallo Sandro!
Eigentlich mit dem ganzen 1.WK.
Vornehmlich Formationsgeschichte.
Das Heft gibt es ab und günstiger bei eBay. Ich habe damals um die 30 bezahlt.
Gruß, Andreas

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 20:02
Hallo Andreas

Ich werd mal die Augen offen halten danach.
Wenn Du so zu Thema 1.WK versiert bist, vielleicht kannst Du mir ja auch zum Thread 2209 helfen, da versuche ich herauszufinden, wo mein Urgroßvater stationiert war, dieser ist erst 1917 eigezogen worden und hatte den Krieg überlebt, siehe Scan.

Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 06.08.2018 - 20:20
Hallo Sandro!
Das Ers.Btl./Schtz.Rgt.108 hatte seinen Standort in Dresden. Die Garnisons-Kompagnie ebenfalls.
Das Schtz.Rgt.108 wurde ab dem 18.12.18 in Dresden demobil gemacht. Teile des Regiments kamen im Februar 1919 zum Grenzjäger-Btl. XI im Freiwllligen-Grenzjäger-Regiment 4.
Das Regiment wurde im Juni 1919 II.Btl./Grenzjäger (Reichswehr)-Regiment Nr.38
Er wurde im Januar zur 10./108 versetzt. Das gab es da ja noch.
Die 10.Armee war ab dem 16.11.18 für den Besatzungs- und Sicherungsdienst in Litauen und Weißrußland zuständig. Dort mag es das Freiw.Rgt.19 gegeben haben. Infos dazu habe ich aber nicht. Danach kam er wohl wieder zu den 108ern und hat dort bis September noch an dessen Umwandflung in das RW-Rgt.38 teilgenommen.
Gruß, Andreas

Antwort von Sandro am 06.08.2018 - 20:39
Hallo Andreas

Danke für deine Mühen.

Grüße Sandro

Antwort von Sandro am 07.08.2018 - 08:00
Hallo Andreas

Ich bin bei meinem Nachforschungen über die 32.Division/2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28 auf das Massaker von Dinant im Zeitraum 21. bis 23. August 1914 gestoßen.

Zitat: Der Hauptangriff und die Einnahme Dinants erfolgten am 23. August 1914. Ab dem Morgen rückte die sächsische 23. und zwei Regimenter der 32. Division, gedeckt durch Artilleriebeschuss, in vier großen Zügen auf Dinant und seine Vororte vor. (Quelle siehe unten)

Hier klicken

Er war sicher nicht selbst beim Massaker beteiligt, da er zu Artillerie gehörte, jedoch ist zu vermuten, das er sich vor dem Hauptangriff auf Dinant im fraglichen Gebiet aufhielt und da auch am 22.08.1914 gefallen sein könnte.

Habe mir mal die Sterburkunde angesehn, in dieser steht, das der "durch Artilleriegeschoß bei Bellevose in Belgien" am 22. August gefallen ist.

Belgien wurde dann durchgestrichen (Text mit Schreibmaschine) und dann handschriftlich "Vogesen, Elsaß" hinzugefügt. Dieses Schreiben stammt von Standesamt 29.Juli 1924.

Könnte es sein, das anstatt eines Übermittlungsfehlers, einfach nur versucht wurde seinen Einsatzort zu verschleiern?

Grüße Sandro

Antwort von Ruhrpottpreuße am 07.08.2018 - 15:56
Hallo Sandro!
Zu Dinant kann ich nicht viel schreiben. War es ein Masaker? War es ein Angriff gegeh die Freischärler? Auch hier schreibt der Sieger mal wieder die Geschichte.
Bellevose habe ich noch nie gehört. Bellrose würde Sinn machen. Vielleicht gab mal so ein Dorf?
Die Streichung halte ich eher für eine Verwechslung.
Gruß, Andreas

Antwort von Sandro am 07.08.2018 - 16:48
Hallo Andreas

Sicher, die Sieger schreiben die Geschichte, bei meinen Nachforschungen, war Dinant nicht der einigste Ort mit dererlei Gräueltat an der Zivilbevölkerung in dieser Zeit.

Der Krieg von Soldaten gegen Soldaten ist "legitim", Belgien war neutral und wurde von Deutschland überfallen, natürlich wehren sich die Belgier.
Bei diesen Massakern starben aber meist nur Zivilisten, gut in welchem Krieg sterben keine.

Im Schreiben vom VDK e.V., ist von Bellefosse und St. Michel die reden, wo er am 22.08.1914 gefallen sein soll und er wurde falls eventuell gefunden in La Broque unbekannt bestattet.

Bellefosse, St. Michel und La Broque liegen in Frankreich, ca. 300-320 Km entfernt von Dinant (Belgien) dem Bereich wo sich die 3. Armee 1914 aufhielt, im fraglichen Zeitraum.

Ich zitiere dich mal:
Das FAR28 unterstand in dieser Zeit der 32.Feldart.Brig. (32.Inf.Div.), XII.AK, 3.Armee
Einsätze der Division:
23.8.14: Houx-Leffe (Belgien), bei Dinant.

Der Raum La Broque und Bellefosse lagen 1914 im Bereich der 7. Armee?

Ich kann mir bein besten willen nicht vorstellen, das die Gefallene aus Belgien über 300 km nach Frankreich schaffen und beerdigen wurden.

Grüße Sandro







Antwort von Ruhrpottpreuße am 07.08.2018 - 16:59
Hallo Sandro!
Nein, nicht ganz...
La Roque und Bellefosse liegen im Elsaß. Gehörten also 1914 noch zum Deutschen Reich. Bellefosse wurde sogar 1915 in Schöngrund umgetauft.
Es ist also durchaus möglich, daß die sterblichen Überreste ins Elsaß geschafft wurde, warum auch immer.

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