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Kriegstagebuch erster Weltkrieg
Abgesandt von Lysya am 10.10.2011 - 10:32:

Mein Urgroßvater Gottfried Rinker hinterließ seiner Familie 5 Kriegstagebücher aus dem ersten Weltkrieg, die einen Zeitraum von März 1911 bis Februar 1919 abdecken.
Seit ca. 1 Jahr arbeite ich an der Übersetzung und Digitalisierung der Werke, die insgesamt 1150 Seiten umfassen incl. Skizzen, Bilder, Fotos, Zeitungsartikel und Frontpostkarten.

Die relevanten Regimenter sind dabei das 120. I.R. und später das 122. R.I.R (XIII. württembergisches Armeekorps). Die Orte der Handlung liegen bis Mitte 1917 an der Westfront in Belgien und Frankreich (Argonnen, Champagne, Flandern, Verdun, Ypern) und ab Mai 1917 an der Ostfront (Ukraine, Rußland, Twerdyn, Kisielin, Taganrog).

Falls es interessierte Menschen gibt, die evtl. Angehörige in diesen Regimentern besitzen, existiert eine Namensliste aller im Tagebuch genannten Personen.

Ein großer Teil der Kriegstagebücher ist unter Hier klicken nachzulesen.
Ich hoffe es gibt auch noch in meiner Generation Menschen, die sich für solche Dinge interessieren.

LG Lysya


 

Antwort von Günther Fuchs am 10.10.2011 - 12:30
Hallo Lysya,
es gibt noch Menschen, die sich für solche Erarbeitungen interessieren. Ich staune immer wieder und habe den Eindruck - es werden mehr. Mögen dafür unterschiedliche Gründe vorliegen, sei es drum. Sehr interessant - Danke für die Mühe und die Veröffentlichung.
Günther in Gostynin

Antwort von Lysya am 12.10.2011 - 13:20
Das freut mich sehr zu hören. Leider musste ich in meinem eigenen Bekannten- und Freundeskreis ein recht großes Desinteresse an diesem Thema feststellen (Alter ca 30-35 Jahre). Auf Nachfrage nach den Gründen habe ich oft zu hören bekommen, dass man dieses Thema dank dem Geschichtsunterricht in der Schule etwas leid geworden ist. Dabei handelte es sich allerdings jedes Mal um die Geschichte des zweiten Weltkrieges.
Ein wenig kann ich ich diese Ablehnung nachvollziehn. Ich weiß nicht wie oft ich selbst die Daten des Naziregimes auswendig zu lernen hatte. Keine der erhaltenen Geschichtsstunden hat mir allerdings so klar und deutlich gezeigt, was Krieg bedeutet, wie ein paar Kapitel in den Tagebüchern meines Urgroßvaters.
Ich finde es sehr schade, dass der Geschichtsunterricht an den Schulen anscheinend eher zum Deinteresse an der eignen Landesgeschichte beiträgt.

Antwort von Günther Fuchs am 12.10.2011 - 22:30
Hallo Lysysa,
ich lese die Tagebücher noch in Ruhe durch - hatte sie quer Beet gelesen. Sein Weg führte ja zumindest hier vorbei. Sollte ich was interessantes für mein Projekt finden - dann frage ich Dich, ob ich es verwenden darf. Solche persönlichen Eindrücke über das Land sind für mich wichtig.
Für mich hier ebenso erschreckend, wie junge Leute hier zur Geschichte stehen - und das bei dieser "patriotischen" Erziehung.
Günther in Gostynin

Antwort von Lysya am 12.10.2011 - 22:58
Ich habe versucht das Lesematerial auf der HP so zu gestalten, dass man es "am Stück" lesen kann und es flüssig und inhaltlich sinnvoll ist. Dennoch ist es eben eine gekürzte Version.
Falls ich speziell nach bestimmten Ortschaften suchen soll, einfach kurz Bescheid geben - dann kann ich auch mal in den entfallenen Bereichen danach schauen.
Die exakten Reiserouten sind zumindest in den google earth Daten vollständig vorhanden.

Antwort von Jens am 13.10.2011 - 05:18
Hallo Lysya,
sehr interessant und alles sehr gut dargestellt! Gratulation!
Eine Kleinigkeit ist mir noch aufgefallen, Du bezeichnest die Schreibschrift
als Sütterlin Hier klicken ... das ist (wenn man es sehr genau nimmt)
nicht wirklich ganz richtig, Dein Urgrossvater hat seine Berichte in der deutschen Kurrentschrift geschrieben: Hier klicken
... ist ja auch nur ein "geringer Unterschied" und ich will jetzt nicht päpstlicher als der Papst sein! Wollte Dich nur darauf hinweisen! ;-)
Also nochmals vielen Dank für Deine tolle und interessante Arbeit! Gruss Jens

Antwort von Günther Fuchs am 13.10.2011 - 10:24
Hallo Lysya,
nun hab ich mir die gekürzte Fassung angesehen. Muss es noch einmal betonen, daß Du Dir einen sagenhaften Afwand gemacht hast - ob ich da noch mal rankomme? So etwas ähnliches schwebt mir ja auch vor. Arbeitsgedanke: Von Belgien nach Sochaczew - eine Dienstreise im November 1914. Möchte damit derer gedenken, welche hier geblieben sind und über die Jahre praktisch vergessen wurden. Viele Württemberger sind darunter....Siehe König Olga Regiment....
Gib mir die Erleuchtung, daß ich den richtigen Stil finde, zu Einzelheiten werde ich Dich fragen. Es wird mehr die Gedanken, Stimmungsbilder und die persönlichen Erlebnisse betreffen. Interessant sind schon z.B. die Gedanken zu den sprachlichen Problemen und Wegeverhältnissen.
Viele Grüße
Günther in Gostynin

Antwort von Lysya am 13.10.2011 - 10:30
Hallo Jens,
Vielen Dank für den Hinweis. Ich muss zugeben, dass mir die Feinheiten der Unterscheidung zwischen Sütterlin und Kurrentschrift bisher unbekannt waren. Meine Mutter musste diese Schrift noch in der SChule lernen und auf Nachfrage brachte sie mir einen Ausdruck aller Buchstabenformen. Als Überschrift stand dort allerdings "Sütterlin" und so hatbe ich das übernommen.
Ich werde es aber baldmöglichst auf der Homepage korrigieren. da ich sehr um Korrektheit der Daten bemüht bin. Danke!

Gruuß
Lys

Antwort von Lysya am 13.10.2011 - 10:41
Hallo Günther,

Dankesehr für dein Lob. Da ich seit ein paar Tagen an einer PDF-Buchform arbeite, die allerdings vorerst noch völlig ungekürzt ist, musste ich feststellen, dass die Homepage wohl der kleinere Teil der Arbeit war. Die Bearbeitung der Bilder, Zeitungsartikel, Karten etc. frisst die Zeit geradezu auf.
Bei deinem eignen Projekt geht es also um deutsche Kriegsteilnehmer, die letztendlich in der Gegend bei Sochaczew geblieben sind und dort ihr Leben aufgebaut haben? Sind das persönliche Berichte eines Vorfahren oder eher gesammelte Werke unterschiedlicher Personen?
Da mein Werk aus ganz persönlicher Sicht meines Urgroßvaters geschrieben wurde, musste ich natürlich keinerlei Text hinzufügen. Bei verschiedenen Autoren oder Berichten wäre vielleicht eine Art "Erzähler" notwendig, der durch die Lebensgeschichten führt. Wird das Ganze dann als Buch veröffentlicht...in Eigendruck oder über einen Verlag?
Ich drücke auf jeden Fall die Daumen für den Fortschritt an deinem Werk.
Gruß
Lys

Antwort von Günther Fuchs am 13.10.2011 - 11:22
Hallo Lysya,
es geht mir um die Soldaten, die hier geblieben sind. Es sind in den Schlachten hier eine ganze Menge Männer gefallen, die statistische Erfassung bereitet mir schon große Mühe, da ich es aus verschiedenen Quellen zusammensuchen muss. Anlass war das auf wundersame Weise erhalten gebliebene Kriegerdenkmal, siehe hier: Hier klicken
Es soll anlässlich des 100. Jt des 1. WK ein kleiner Reiseführer werden. Familienbezüge gibt es keine - ich bin Sachse.
Günther in Gostynin

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