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Literatur zum Ersten Weltkrieg
Abgesandt von J. Wurdack am 31.05.2001 - 15:34:

Zuerst meinen herzlichen Dank an Jan Vancoillie für die Fortführung des Forums 1. Weltkrieg!

Seit dem Beginn vor wenigen Tagen läuft unter dem mittlerweile etwas irreführenden Betreff "The WWI-forum must go on" eine sehr interessante Diskussion über den Wert und Unwert oder die Glaubwürdigkeit von Erlebnisliteratur des Ersten Weltkriegs, besonders am Beispiel von Grote.
Eine solche Wertung wird zwangsläufig immer subjektiv ausfallen, daher will ich nur einen Aspekt in die Diskussion bringen, der mir bei der Lektüre der Schriften von Grote (aber auch bei Beumelburg) aufgefallen ist: Beide gehören zu den ausgesprochenen Vielschreibern im Bereich der Weltkrieg I - Literatur; in einer Literaturgeschichte habe ich mal zutreffend über die beiden gelesen: "Sie können die Tinte nicht halten und könnten als die Konsaliks des ersten Weltkriegs bezeichnet werden."
Nach meiner Lese-Erfahrung leidet bei Schriftstellern, die sehr viel produzieren, oft die Qualität der geschaffenen Werke. Das muß natürlich nicht so sein, aber bei Grote und bei Beumelburg habe ich schon den Eindruck, daß bei denen weniger mehr gewesen wäre.
Ich habe mir mal die Mühe gemacht, den Index der deutschen Bibliothek auszuwerten. Hier tauchen für den Zeitraum 1918 - 1939 an Weltkriegsliteratur von Grote und Beumelburg einige Dutzend Bücher auf, die Beiträge zu Sammelwerken und Zeitschriften gar nicht gerechnet. Gerade Grote war auch in Zeitschriften äußerst produktiv, wie man z.B. leicht im Inhaltsverzeichnis der Mitgliederzeitschrift des "Stahlhelm" nachprüfen kann.
Zum Vergleich: Für den gleichen Zeitraum und zum gleichen Thema findet man für Remarque 2 Titel, für Renn 2 Titel und für Ernst Jünger, wenn man die großen Essays mitrechnet, 3 Bücher und 2 Aufsätze.
Wie gesagt, daß soll keine abschließende Wertung sein, mir ist dieser Zusammenhang zwischen Quantität und Qualität nur aufgefallen.

An Erlebnisliteratur zum Ersten Weltkrieg kann ich über die in der bisherigen Diskussion genannten Werke noch empfehlen:
- Köppen, Edlef: Heeresbericht Reinbek 1980.
- Renn, Ludwig: Krieg / Nachkrieg Frankfurt 1929
- Kraus, Karl: Die letzten Tage der Menschheit. Frankfurt 1986. (Eigentlich als Szenenfolge fürs Theater konzipiert, beschreibt aber, wie ich finde, sehr eindringlich den Krieg an der Front und in der Heimat aus österreichischer Sicht):

Dann zwei Werke französischer Autoren:
- Barbusse, Henri: Das Feuer - Le feu. Frankfurt 1986
- Dorgeles, Roland: Die hölzernen Kreuze. Leipzig 1988

Zur Information über den soziokulturellen und politischen Hintergrund der Schriftsteller fand ich die beiden folgenden Bücher sehr aufschlußreich:
- Müller, Hans-H.: Der Krieg und die Schriftsteller - Der Kriegsroman der Weimarer Republik. Stuttgart 1986
- Vondung, Klaus (Hrsg.): Kriegserlebnis. Der Erste Weltkrieg in der literarischen Gestaltung und symbolischen Deutung der Nationen. Göttingen 1980

Interessant zu diesem Thema ist auch ein kleiner Aufsatz zur Wirkung der Kriegsliteratur in den dreißiger Jahren:
"Die Welle der Kriegsbücher und Kriegsfilme seit 1929", erschienen in: Deist, Wilhelm u.a./Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): Ursachen und Voraussetzungen des Zweiten Weltkriegs (= TB-Ausgabe von Band 1 der Schriftenreihe "Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg"), Frankfurt 1989, S. 110 - 116.

Viele Grüße
Jörg Wurdack

Antwort von Günni am 11.02.2006 - 23:12
Interessante Aussage über Beumelburg.So habe ich es noch gar nicht betrachtet.
Dazu habe ich nen Interessanten Artikel gefunden und ich erlaube mir mal ihn hier zu linken.
insbes. der Absatz unter:Schriftsteller mit Deckung der Militärbürokratie ist diesbzgl. recht aufschlußreich (beumelburg als "Hausschreiber" von Stalling in Oldenburg).hier der Link: Hier klicken

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