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Forum : Andere Kriegsschauplätze (1914-18)


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Jurewo
Abgesandt von NFJens am 30.01.2015 - 17:34:

Ich würde hier gerne einmal fragen, ob sich jemand mit der Russischen März- bzw. Frühjahroffensive 18.-28. März 1916 auskennt, mein Ur-Grossvater ist am 22.03.1916 in Jurewo b. Postawy gefallen. Ich habe Fotos von 2006 von den noch vorhandenen Gräbern. Dem Volksbund habe ich aufgefordert dort tätig zu werden, was sie aber aus Geldmangel nicht tun werden. Gibt es Menschen in Belarus die dort Interesse an deutschen Gräbern haben? Mfg NFJens

Antwort von Askanier(Frank) am 31.01.2015 - 14:31
Um deine Schreibweise beizubehalten.
Ja es gibt hier jemand der sich mit dem Zeitraum März 1916 auskennt.
Und ja, es gibt in Belarus Menschen die sich für deutsche Kriegsgräber interessieren.
Wir nennen sie "Sondler" oder "Raubgräber".
Übrigens, nicht nur im Forum der Wehrmacht legt man Wert auf eine Anrede und erwartet etwas ausführlichere Angaben und Hintergründe zu deinen Fragen.
Einfach nur ein paar Sätze hinschreiben wird dir auch hier wenig bringen. MfG. Frank

Antwort von WAG am 01.02.2015 - 15:11
Hallo Jens,

ich erlaube eine kleine Empfehlung. DEm VK konnte man vorschlagen diese Arbeit mitzufinanzieren.
Manchmal klappt es.

Gruss
Andrej

Antwort von Ralf-Jens Schütt am 01.02.2015 - 16:37
Hallo Lieber Andrej, danke dir für Deinen Tip, die frage ist natürlich welchen Betrag man Finanzieren müsste, ich würde gerne einmal dort hin fahren, meine Vorstellung ist so etwa der 22. März 2016. Darum auch die frage ob es in der Gegend von Postawy Menschen gibt die ein Interesse haben an solchen Begegnungen haben, ich glaube das es sehr viele gute Menschen dort gibt, die nicht gleich an Grabräuberei denken. Ich habe hier in Deutschland nur anständige Menschen aus der Ex UdSSR kennengelernt. Herzliche Grüße sendet Dir Jens

Antwort von NFJens am 25.02.2015 - 14:07
Hallo, da ich ja nun erfahren habe was für Fachmänner/frauen hier im Forum sind, wage ich es noch einmal das Thema von meinem Ur-Opa Hans Hermann Schütt gef. am 22.03.1916 (er war der Schwager von Nikolaus Heinrich Carstense)in diesem Forum anzusprechen.
Am 28.06.2007 wurde diese Thema schon mal hier vorgetragen.
In der selben Kirche in Drelsdorf Kreis Nordfriesland, steht auf Denkmal sein Name und seine Todesort, Turewo! Seit 1990 ist mir der Ort Turewo bekannt. Im Februar 2014 habe ich herausgefunden das es Jurewo sein kann, durch Hilfe in einem anderen Forum wurde diese Nachforschung vertieft. Er war bei der LIR 84/ 7. Komp., seine Brief die Karte und ein Foto vom Denkmal werde ich noch hier veröffentlichen. Ich hoffe das sich auch in seinem Fall was findet. Danke Sagt NFJens
Anbei etwas über die Schlacht vor Postawy_ Belarus:

Der deutsche Heeresbericht:

Erfolglose russische Offensive auf ausgedehnter Front

Großes Hauptquartier, 22. März. 1916

Östlicher Kriegsschauplatz:
Die großen Angriffsunternehmungen der Russen haben an Ausdehnung noch zugenommen, die Angriffspunkte sind zahlreicher geworden, die Vorstöße selbst folgten sich an verschiedenen Stellen ununterbrochen Tag und Nacht. Der stärkste Ansturm galt wieder der Front nordwestlich von Postawy. Hier erreichten die feindlichen Verluste eine selbst für russischen Masseneinsatz ganz außerordentliche Höhe. Bei einem erfolgreichen Gegenstoß an einer kleinen Einbruchsstelle wurden 11 russische Offiziere und 573 Mann gefangen genommen. Aber auch bei den vielen anderen Kämpfen - südlich und südöstlich von Riga, bei Friedrichstadt, westlich und südwestlich von Jakobstadt, südlich von Dünaburg, nördlich von Widsy, zwischen Narocz- und Wiszniewsee - wiesen unsere tapferen Truppen den Feind unter den größten Verlusten für ihn glatt zurück und nahmen ihm bei Gegenangriffen noch über 600 Gefangene ab. An keiner Stelle gelang es den Russen irgendwelchen Erfolg zu erringen. Die eigenen Verluste sind durchweg gering.





Für eine Familie mit 5 Kinder in Drelsdorf bei Bredstedt war es kein geringer Verlust! Dieser Tag nahm Ihnen den Versorger und Familienvater Hans Hermann Schütt, seine jüngste Tochter Katharina wurde einen Monat vorher, am 21. Februar 1916 geboren.
Am 11. März 1916 (Abgestempelt am 15.03.1916) schrieb er noch ein „Feldpostbrief“ an seine Frau. Zu der Zeit war er noch in Kurland, bei Parush (Mitau) stationiert.
Aus der „Umgegend Mitau schrieb er vorher auch noch eine Postkarte am 17.12.2015 an seine Schwägerin Nikoline Schütt, die Frau von Cornelius Friedrich Schütt in Joldelund.
Im Buch „Der große Krieg“ die Russische Frühjahrsoffensive 1916 steht auf Seite 33:
….Vorwegnehmend sei bemerkt, das am ersten Großkampftag, dem 18. März, noch ein Landwehr-Regiment (LIR 84) aus Kurland nach Goduzischki verladen wurde……



Antwort von NFJens am 25.02.2015 - 14:51
Hallo, anbei ein Brief und eine Karte. Er war bei der 1. Landwehr-Division -- 34. Gemischte Landwehr Brigade, Landwehr Infanterie Regiment 84/ 7. Komp. In den Verlustlisten ist er genannt.

MfG NFJens


   

Antwort von NFJens am 25.02.2015 - 15:00
Hallo, das Ehrenbild aus der Kirche zu Drelsdorf. Grüße NFJens

 

Antwort von NFJens am 20.11.2015 - 15:15
Hallo, ich habe ein Foto aus Belarus bekommen, welches im Rayon Museum in Postawy hängt, darauf ist mein Ur-Opa mit einer Beschreibung in "Russisch", kann jemand von diesen Text eine Transkription machen?
Herzlichen Dank

MfG NFJens


 

Antwort von NFJens am 20.11.2015 - 16:13
Vielen Dank Andrej!!

Gefallen bei Postawy

Hans Hermann Schütt, Soldat des deutschen 84. Infanterieregimentes, geb. 1883. Am 11.Marz 1916 befand er sich mit seinem Regiment in Mittawa (jetzt Jelgawa, Lettland), aus dieser Stadt sendete er seiner Ehefrau nach Deutschland den letzten Brief. Vor 4 Woche war Hans ein glücklicher Vater seiner Tochter geworden. Insgesamt hatte er fünf Kinder. Im Brief hatte er geschrieben, dass er die Hoffnung hat, in diesem Krieg zu überleben und zusammen mit seiner Frau und Kindern auf dem Bauernhof (er war ein einfacher Bauer) ein hohes Alter zu erreichen. Jedoch das Schicksal machte alles anders. Das 84. Regiment wurde bei Postawy verlegt und am 22.Marz 1916 hat Hans Hermann Schütt gefallen. Er war 33 Jahre alt. Der Soldat wurde im Dorf Jarewo (7 km von Postawy) auf dem deutschen Kriegsfriedhof beerdigt.


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